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Calw Grünes Licht für Wohnheim-Neubau

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Auf der leeren Fläche am Kreisberufsschulzentrum soll ein Wohnheim entstehen. Foto: Menzler

Calw-Wimberg - Der Kreistag hat das Projekt bereits beschlossen: Am Kreisberufsschulzentrum auf dem Wimberg wird in den kommenden Jahren ein neues Wohnheim für rund 20 Millionen Euro entstehen. Auch der Bau- und Umweltausschuss der Stadt Calw gab nun grünes Licht. Die Räte trieben dabei unter anderem Fragen nach Parkplätzen und Freizeitmöglichkeiten um.

Hunderte Schüler aus ganz Baden-Württemberg und zum Teil auch aus angrenzenden Bundesländern besuchen das Kreisberufsschulzentrum auf dem Wimberg in zwei sogenannten Landesfachklassen, eine für Hotellerie und Gastronomie sowie eine für Medien und Informationsdienste. Solche Landes- oder auch Bundesfachklassen werden in der Regel geschaffen, wenn ein berufsbezogener Unterricht wegen der geringen Zahl der Auszubildenden im Land an einzelnen Berufsschulen nicht möglich ist.

Und da die Auszubildenden somit oft weite Wege von zu Hause zur Schule haben, werden die Schüler häufig in Internaten nahe der Schule untergebracht. So auch auf dem Wimberg und - noch - in einem Wohnheim nahe des Calwer Krankenhauses.

An Erweiterung führt kein Weg vorbei

Beide Einrichtungen entstanden in den 1970er-Jahren, sind mittlerweile in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. Und auch der Platz reicht nicht mehr für alle Schüler aus. Insofern führt an einer Erweiterung kein Weg vorbei.

Der Landkreis Calw hat für Bau und Betrieb eines neuen Wohnheims auf dem Gelände der Berufsschule auf dem Wimberg nun den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) als Projektträger gewonnen. Die geschätzten Kosten liegen bei 20 Millionen Euro. Wenn das neue Gebäude steht, sollen der Altbau auf dem Wimberg saniert und das Wohnheim nahe des Krankenhauses aufgegeben werden.

Engültige Entscheidung

Nachdem der Kreistag das Projekt bereits abgesegnet hatte, sind jetzt die Calwer Gremien am Zug. Denn für den Neubau muss der geltende Bebauungsplan geändert werden. Einerseits, weil dieser die bislang für eine Bebauung vorgesehene Fläche überschreitet; andererseits, weil die geplante Gebäudehöhe rund zwei Meter über der Höhe des Bestandsgebäudes liegt. Die endgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat voraussichtlich in dieser Woche.

Jürgen Kirchherr, Hauptgeschäftsführer der Dehoga Baden-Württemberg, stand nun zunächst den Räten in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses Rede und Antwort zum Projekt.

Schüler parken "kriminell"

Denn obgleich die Pläne insgesamt auf Zustimmung stießen, trieb beispielsweise Jürgen Ott (Gemeinsam für Calw) die Frage nach den Stellplätzen um, von denen es bereits jetzt zeitweise eigentlich zu wenige gebe. "Wie die Schüler da inzwischen selbst an der Bundesstraße parken, das ist schon kriminell", meinte er - zumal durch den Neubau voraussichtlich rund 18 Stellplätze auf dem Großparkplatz vor der Sporthalle wegfallen werden. Dieter Kömpf (Freie Wähler), der die Sitzung stellvertretend für OB Ralf Eggert leitete, räumte ein, dass das Thema Parken in der Tat schwierig sei. Die Verwaltung arbeite zwar daran; allerdings gebe es rund um die Berufsschule beispielsweise Areale, die nicht im Besitz der Stadt seien und entsprechend nicht für die Schaffung von Stellplätzen genutzt werden könnten.

Adrian Hettwer (Gemeinsam für Calw) wollte wissen, was denn an Freizeitmöglichkeiten für die Schüler eingeplant sei. In dieser Hinsicht hatte Kirchherr einige zu berichten: So seien unter anderem Billardtische und Tischtennisplatten, Sport- und Aufenthaltsräume sowie auch ein Computerraum mit Playstation-Konsolen und eine Art kleines Kino geplant. Darüber hinaus wolle man im Dialog mit der Stadt ergründen, welche weiteren Freizeitaktivitäten sich in der Umgebung anbieten könnten.

Feste Ansprechpartner

Besonders wichtig war Kirchherr aber auch zu betonen, dass den Schüler im Wohnheim rund um die Uhr bei Bedarf feste Ansprechpartner zur Verfügung stehen sollen. Im Gremium sorgte diese Ankündigung teilweise für Schmunzeln. Aber, so der Hauptgeschäftsführer der Dehoga Baden-Württemberg: "Das muss man ernst nehmen", bekräftigte er. Im Internat sei aufgrund des jugendlichen Alters schließlich eine Gruppe untergebracht, bei der "alles passiert, was passieren kann".

Mehr als 300 Betten sollen am Ende insgesamt auf dem Wimberg zur Verfügung stehen. Läuft alles nach Plan, werden die Arbeiten bis Ende 2022 abgeschlossen.

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