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Calw Gemeindehalle: Heizung läuft selbst im Sommer

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Die Blütezeit der Gemeindehalle Stammheim ist vorbei. Deshalb stehen immer wieder Reparaturen an. Foto: Klormann

Calw-Stammheim - Wer einen Blick in den Sportlerbereiche der Stammheimer Gemeindehalle wirft, sieht sofort: Vieles wirkt alt und schmuddelig. Dabei sei viel in die Halle investiert worden, sagt Calws OB Ralf Eggert. Auch, wenn nicht alles sofort ins Auge fällt.

Donnerstagnachmittag, 16 Uhr, Mitte Oktober. Der erste Eindruck mancher Bereiche   der 43 Jahre alten Stammheimer Gemeindehalle ist nicht gerade freundlich.

Flecken zieren die Wände, Metallteile sind vereinzelt von Rost überzogen. Deckenpaneelen sind verbogen, an einer Toilettentür prangt ein Schild mit der Aufschrift "Wegen Verstopfung geschlossen!". Ein Wasserhahn im Sanitärbereich tropft leise vor sich hin. Die Abflüsse der Duschen wirken schmutzig.

Eggert: Teuerste Aufgaben sind erledigt

Obwohl es draußen nicht kalt ist, läuft die Heizung. In einem der Geräteräume steht ein Barren mit dem Aufkleber "Achtung! Dieses Gerät entspricht nicht den aktuellen Sicherheitsvorschriften!".

Insgesamt kein erfreulicher Anblick. Und doch erklärt Calws Oberbürgermeister Ralf Eggert: "Abgesehen von ein paar Aufgaben, die man in jedem Gebäude mit 43 Jahren Alter hat, ist die Halle in einem ordnungsgemäßen Zustand."  Die teuersten Aufgaben seien in den vergangenen drei Jahren erledigt worden. "Wir haben uns um die Oberlichter gekümmert, den Brandschutz, die Beschallung, die ausziehbare Tribüne ersetzt, einen neuen Hallenboden mit Unterbau gelegt, eine Schleife für die drahtlose Übertragung für Schwerhörige eingelegt, wollen im kommenden Jahr die Toiletten im Eingangsbereich erneuern", zählt Eggert auf. Zudem sei die Hallenbereich auf LED Technik umgestellt worden.

So weit so gut – doch was ist mit den sichtbaren Mängeln? Auskunft darüber gibt Dannia Wimbert, die Hausmeisterin der Stammheimer Halle. Verstopfungen in den Toiletten der Umkleiden beispielsweise gebe es  "fast wöchentlich". Der Grund: Kinder, die "die unmöglichsten Dinge" in den Toiletten entsorgen, erzählt die Hausmeisterin –   beispielsweise Kleidung oder Plastikbecher. Verstopfungen würden aber immer am selben oder nächsten Tag behoben.

Der Wasserhahn bei den Waschtrögen, der seit Mitte September tropfe, werde samt der anderen Hähne in den Herbstferien von der Herstellerfirma repariert und gewartet. Eine Maßnahme, die während des laufenden Betriebes in der Halle unmöglich sei.

Ein beanstandeter Barren sei  in den Sommerferien bei der jährlichen TÜV Prüfung beanstandet und ausgemustert worden. "Da der Barren nirgends anders gelagert werden kann, bleibt dieser im Geräteraum mit dem roten Hinweisschild der Firma Benz", erklärt Wimbert. Der Betrieb sei bereits beauftragt, das Turngerät abzuholen, zusammen mit vier kleinen Turnkästen, die im Vereinsraum gelagert würden. Die Firma Benz komme jährlich in die Halle, um TÜV auf die Geräte zu machen. Mängel würden danach beseitigt, gegebenenfalls neues Material angeschafft.

Die schiefen Deckenpaneelen in den Umkleiden, so berichtet Wimbert, würden immer wieder herabhängen  – weil es eben Kinder gebe, "die Unfug treiben".

Und dass die Abflüsse der Duschen gegen Abend nicht mehr taufrisch wirken, sei kein Wunder: Bis dahin hätten viele Menschen dort geduscht – und "die Halle wird nachts gereinigt". Insgesamt gebe es im Sanitärbereich einige "kosmetische Mängel, die mit Hygiene nichts zu tun haben".

Das Problem mit den warmen Heizkörpern sei der ENCW übrigens "seit langem bekannt. Es ist der große Druck, der vom Blockheizkraftwerk beim Maria von Linden-Gymnasium in die Halle geschickt wird. Er ist viel zu hoch, weil damit auch das Wohngebiet Lunkteile mit Warmwasser und Wärme versorgt wird", erläutert die Hausmeisterin. Demnächst werde die  ENCW  aber  einen Wärmetauscher  einbauen lassen, um dies zu beheben.

Problem mit Heizkörpern seit langem bekannt

Ein weiteres Problem seien die Gullys des Hallendachs. Dort habe man 1994 keine Rücklaufsicherung eingebaut. Die Folge: gelegentlicher Wassereintritt. Das passiere jedoch nur selten, nur bei sehr starkem Regen und auch nur an einer Stelle im Hallenteil A. "Dies zu lösen ist sehr aufwendig und kostenintensiv", sagt die Hausmeisterin.

Dass in der Stammheimer Halle längst nicht alles perfekt ist, weiß auch der Oberbürgermeister.  "Ein paar Punkte sind noch nicht erledigt. Zum Beispiel der Fehler, der vor über 20 Jahren beim Bau des Gullys gemacht wurde. Oder die Hallenwände sind noch ungestrichen", räumt Eggert ein – und fügt hinzu: "Wir haben bei allen Hallen immer wieder Aufgaben und arbeiten das Stück für Stück ab –  und werden aber nie damit fertig sein."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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