Die Beschäftigte der Firma Blitz-Rotary demonstrieren in der Mittagspause. Sie kritisieren die Hinhaltetaktik der Geschäftsführung.
Die Mitarbeiter der Firma Blitz-Rotary, die vor kurzem aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten ist, wollen sich die Hinhaltetaktik für einen akzeptablen neuen Tarifvertrag nicht mehr länger bieten lassen.
Dies wurde bei einer so genannten aktiven Mittagspause jüngst deutlich. Viele Mitarbeiter protestierten auf dem Gelände einer Nachbarfirma gegen das aus ihrer Sicht nicht mehr akzeptable Verhalten der Geschäftsleitung.
Die Kundgebung auf dem eigenen Firmengelände abzuhalten, war den Beschäftigten verboten worden. „Die Beschäftigten möchten ihren bisherigen Tarifvertrag behalten und unterstreichen mit dieser Aktion ihre Forderungen zum Tarifverbleib“, so Betriebsratsvorsitzende Claudia Louangketh. Das Verhalten der Firma sei von Desinformation geprägt gewesen. Erst als der Austritt aus dem Arbeitgeberverband so gut wie beschlossen war, sei der Betriebsrat informiert worden.
Thomas Bleile spricht von nicht mehr akzeptablem Verhalten
„Wir haben zwar versucht, mit der Betriebsleitung ein Gespräch zu führen, doch es ist bisher nicht zu einem konstruktiven Dialog in Richtung Abschluss eines Tarifvertrages gekommen“, so Louangleth. Auch der IG-Metall-Bevollmächtigte Thomas Bleile sprach von einem nicht mehr akzeptablen Verhalten der Blitz-Rotary-Geschäftsleitung, es sei trotz mehrerer Angebote aufgrund „verschiedener Verhinderungen“ zu keiner konstruktiven Kommunikation gekommen. Gespräche mit Personalleiter Peter Schmidt und Geschäftsführer Dieter Düllick seien nicht möglich gewesen.
Bleile stellte klar, dass die aktive Mittagspause außerhalb der Arbeitszeit „die letzte arbeitgeberfreundliche Aktion“ gewesen sei, wenn sich die Arbeitgeberseite nicht bewege. Er könne sich vorstellen, dass bei weiterer mangelnder Kommunikationsbereitschaft, die Beschäftigten zum Beispiel schon an einem Donnerstag ab 12 Uhr in eine Mittagspause gehen könnten, die bis Freitagnachmittag andauert.