Braucht Villingen-Schwenningen einen dritten Bürgermeister, der sich vor allem um den Bildungsbereich kümmert? Das Gros des Gemeinderates meint: Nein.
Der FDP-Fraktionsvorsitzende Frank Bonath war in der Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch vehement für die Idee, für die er seit Jahren schon kämpft.
Er plädiert für einen dritten Bürgermeister für VS, einen Bildungsbürgermeister, der damit aus dem Duo Jürgen Roth und Detlev Bührer ein Trio machen würde.
Allzu großen Rückhalt jedoch bekamen die Freidemokraten für diese Idee nicht. Mit 30 Stimmen wurde der Antrag der FDP abgelehnt, lediglich sechs Volksvertreter stimmten der Idee Bonaths zu.
Körbe von allen Seiten
Dass OB Jürgen Roth diese Forderung nicht teilt, hatte er bereits in der Vergangenheit deutlich gemacht. Auch die CDU erteilte der Idee am Mittwoch erneut eine Absage – obgleich Katharina Hirt für die Fraktion betonte, um die enormen Herausforderungen im Bildungssektor zu wissen. Wie sehr ihnen die Bildungseinrichtungen in der Doppelstadt am Herzen liegen betonten die übrigen Redner unisono. Und doch erhielt Bonath ebenfalls einen Korb von den Grünen - trotz teilweise geteilter Meinung in der Fraktion, den Freien Wählern, der SPD-Fraktion und – sehr deutlich, von der AfD. Deren Stadtrat Olaf Barth befürchtete gar, der Oberbürgermeister Jürgen Roth könne „arbeitslos“ werden. Wenn es einen solchen gäbe, wäre er darüber hinaus missgelaunt – weil er einen solchen dritten Bürgermeister schließlich vehement ablehne. Und in der Folge all dieser Entwicklungen würde Roth „zum Grußonkel degradiert“.
So stimmten die Räte ab
Obgleich Jürgen Roth seinen Missmut über dieses Szenario postwendend zum Ausdruck brachte und Olaf Barth zum Dialog abseits des Ratstischs einlud, die Beschlussfassung hat den Vorstellungen des OBs entsprochen: 30 Stadträte lehnten es ab, ein Bildungsdezernat mit eigenem Bürgermeister zu schaffen. Sechs Abgeordnete votierten dafür.