Die beiden Schüler Tom Trenkle (Mitte) und Philipp Tomoff haben Spaß am Trompete spielen. Markus Burger (links) unterrichtet sie in den Räumlichkeiten der Stadtkapelle Hüfingen. Foto: Andrea Hauger

Das jüngste musikalische Kooperationsprojekt der Gesamtstadt Hüfingen startet ins zweite Vereinsjahr: Die Bläserschule lädt am Donnerstag, 19. Januar, zum Vorspielabend ein.

Hüfingen - Das Kooperationsprojekt dürfte sich wohl ein gutes Zwischenzeugnis ausstellen. Hinter den Verantwortlichen und den jungen Musikern liegt eine arbeitsreiche Startphase. Nach der Gründung des Fördervereins der Bläserschule im Dezember 2021 startete die "Bläserschule unisono” im Februar 2022 mit den ersten Unterrichtsaktivitäten. "Wir sind sehr erfreut über den Werdegang der Bläserschule. Wir freuen uns natürlich sehr über die positive Entwicklung dieses Projekts”, so der Geschäftsführer des Vereins, Martin Böhm. Diese lässt sich an Zahlen festmachen. Aktuell werden 47 Schüler von acht Lehrern unterrichtet. Das übersteige die Erwartungen bei weitem, berichtet Böhm stolz.

 

Der musikalische Leiter, Markus Burger, betont die Effekte, die sich aus der Zusammenarbeit ergeben. Es sei schön zu sehen, wie sich die Idee, zuerst die Projektgruppe und dann die tatsächliche Bläserschule zu schaffen, entwickelt habe. "So wurde die Idee umgesetzt, die Kompetenzen und Bedürfnisse der einzelnen Musikvereine zu bündeln und gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten, welche junge, motivierte Musiker dem örtlichen Vereinsleben näherbringt", erläutert er. Es freue ihn und alle Beteiligten sehr, wie toll das Miteinander in den unterschiedlichen Vereinen sei und wie das Angebot von Eltern, Kindern und Vereinen angenommen werde.

Von allen Musikvereinen der Stadt gegründet

Der Erfolg basiert auf einer Erfahrung, die die Vereine gemacht haben. "Viele der Jungmusiker erlernen ein Instrument nicht mehr im Verein, sondern außerhalb von diesem. Das heißt, die musikalische Förderung hat sich von den Vereinen weg ins Private verlagert", sagt Martin Böhm. Dadurch sei die Bindung zum ortsansässigen Musikverein nicht mehr so stark wie früher und das sei die Kernidee gewesen, die Blasmusikschule zu gründen.

Die Bläserschule der Gesamtstadt Hüfingen wurde von allen Musikvereinen der Stadt gegründet. Dem Prinzip des Verbundes folgend, ist der Unterricht dezentral. Die 47 Schüler werden in verschiedenen Proberäumen unterrichtet. "Unser Konzept ist es, dass die Lehrer die Schüler in ihrem Heimatort oder einem nahe gelegenen Ort unterrichten. Das heißt, wenn zum Beispiel zwei Schüler aus Hausen vor Wald gemeinsam Trompetenunterricht haben, so wird der Unterricht auch dort stattfinden", erklärt Markus Burger. "Wir haben keinen festen Unterrichtsort, sondern entscheiden individuell, wo der Unterricht stattfindet." Der Unterricht finde je nach Wunsch als Einzelunterricht oder als Gruppenunterricht statt. Angeboten werden alle Instrumentengruppen. "Wir haben aktuell Lehrer, welche die Schüler sowohl in den Holzblasinstrumenten, den Blechblasinstrumenten als auch den Schlaginstrumenten unterrichten können", freut sich Burger. Und der Unterricht zeigt Erfolg. Im vergangenen Jahr konnten erste Schüler ihre Leistungsabzeichen erfolgreich absolvieren. Das Konzept beinhaltet auch die Theoriekurse, die für die Leistungsabzeichen des Blasmusikverbands benötigt werden.

Info: Konzert macht Werbung

Der Vorspielabend am kommenden Donnerstag, 19. Januar, ab 18 Uhr, im Bürgerhaus Sumpfohren soll Werbung für die Bläserschule machen. "Bei diesem Vorspiel werden unsere Schüler ihr Instrument vorstellen und kleine Ensembles werden auch etwas vorspielen", kündigt der Geschäftsführer des Vereins, Martin Böhm, an. Des Weiteren gebe es für Interessierte die Möglichkeit, mit Lehrern und Vereinen in Kontakt zu treten.