Nach einem turbulenten Jahr 2023 und vielen Vorarbeiten auf den sechs verschiedenen Strecken geht es jetzt am Wochenende im Bad Wildbader Bikepark wieder los. Und bereits in wenigen Wochen steht der erste große Höhepunkt auf dem Programm.
Der Bikepark in Bad Wildbad hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Allen Widrigkeiten zum Trotz steht jetzt am Wochenende der Start in die neue Bikepark-Saison an. Und die Betreiber Alexander Heselschwerdt und Heiko Rittmann, die zusätzlich auch noch ein Fahrradgeschäft im ehemaligen Hallenbad betreiben, haben einiges vor.
„Allgemein war es in allen Bikeparks schwierig letztes Jahr“, erzählt Heselschwerdt. So hätten die Leute einfach nicht das Geld gehabt, um mehrmals zu kommen. Das habe sich vor allem an den Öffnungszeiten gezeigt. Eigentlich hat der Bikepark von Juni bis August sowie in den Ferien von Mittwoch bis Sonntag geöffnet. Im vergangenen Jahr hatte der Park immer nur am Wochenende geöffnet, „für zwei Leute hat es sich nicht gelohnt“, ergänzt Rittmann.
Dann war da noch die spezielle Situation im Wildbader Bikepark, den Heselschwerdt und Rittmann 2021 übernommen haben. „Der Lift hat uns das Genick gebrochen“, sagt Heselschwerdt. Den hatten sie dem Vorbesitzer abgekauft, aber er machte viele Probleme und fiel immer wieder aus. So mussten sie trotzdem die (hohen) Raten für den Lift bezahlen, konnten ihn aber nicht nutzen. Die Folge – inklusive Rechtsstreit: „Wir mussten mit positivem Kontostand Insolvenz anmelden“, erklärt Heselschwerdt. Das Insolvenzverfahren wurde zum 1. Februar 2023 eröffnet.
Neue GmbH gegründet
Und so gründeten die beiden eine neue GmbH, übernahmen Park und Fahrradgeschäft und starteten noch einmal neu durch – unter den bereits genannten allgemein schwierigen Bedingungen. Das machte sich nicht nur im Bikepark bemerkbar, sondern auch im Fahrradgeschäft. „Der Hype war groß, wir mussten teilweise drei Jahre im Voraus ordern“, sagt Heselschwerdt. Mittlerweile habe sich die Lage geändert, der Hersteller hätten die Lager voll und klopften von sich aus bei den Händlern an.
Mit dem Verlauf dieses Jahres zeigen sich die beiden aber bislang sehr zufrieden. „Von Januar bis jetzt lief es eigentlich sehr gut, die Nachfrage ist riesig“, freuen sie sich.
Auch für Anfänger geeignet
Das hoffen sie nun auch für den Bikepark. Der besteht aus sechs Strecken mit insgesamt zehn Kilometer Länge. Die teilen sich auf in die zwei naturbelassenen Downhill-Strecken mit Wurzeln und Bäumen – eine davon gilt als die schwierigste in ganz Deutschland – und die geraden Freeride-Strecken mit künstlich gebauten Sprüngen und Hindernissen. Gerade in diesen Freeride-Strecken, in denen die Kurse stattfinden und die auch für Anfänger geeignet sind, waren Heselschwerdt, Rittmann und ihre Helfer fleißig unterwegs und haben neue Hindernisse gebaut und alte gerichtet, damit alles für den Saisonstart am Samstag gerichtet ist.
Hilfe von vielen Seiten
Die Betreiber des Bikeparks freuen sich über Hilfe von vielen Seiten. „Die Stadt unterstützt, wo sie kann“, unterstreicht Heselschwerdt. Auch die Touristik Bad Wildbad GmbH mache viel Marketing für den Park. Wichtig ist den beiden auch der offene Dialog mit dem Forst, da das Gelände in einem Naturschutzgebiet liegt.
Bereits am 13. und 14. April steht schon der erste Höhepunkt der Saison an. An dem Wochenende findet ein Rennen der „Enduro One“-Serie statt, bei dem die Veranstalter mit etwa 700 Teilnehmern, von Profis bis zu Einsteigern in verschiedenen Klassen, rechnen.