Schüler des Beruflichen Schulzentrums werden auf Corona getestet. Foto: Kauffmann

350 Schüler des Beruflichen Schulzentrums Hechingen werden derzeit auf Corona getestet. Bald sollen Tests möglich sein, die die Jugendlichen vollkommen selbstständig machen können.

Hechingen - Dienstagmorgen, kurz nach Acht. Schüler des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) versammeln sich vor dem Eingang des Gebäudes an der Schloßackerstraße. Die Lehrerin Verena Funck erklärt ihnen gerade, was sie gleich vorhat: Das Wattestäbchen in die Nase stecken, Proben entnehmen. Ohne auswärtige Hilfe von Apotheken oder Landkreis werden die Schüler des Beruflichen Schulzentrums getestet. Insgesamt vier Pädagogen übernehmen diese Aufgabe.

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Normalerweise unterrichten sie Fächer in den Bereichen Pflege und Biologie, sind also schon Experten auf ihrem Gebiet. Bei einer spezialisierten Firma in Hechingen haben sie eigens einen Kurs belegt und testen nun nach und nach alle Schüler des Beruflichen Schulzentrums auf das Coronavirus. Derzeit besuchen insgesamt 350 Jugendliche der Abschlussklassen von Berufskolleg und beruflichem Gymnasium den Präsenzunterricht. Diese werden ein bis zweimal wöchentlich getestet.

Dazu hat das BSZ eigens zwei Räume eingerichtet. Die Lehrer schieben nach einer Einweisung Wattestäbchen in die Nase und geben die gelöste Probe auf einen Testträger. Mit UV-Licht kann man erkennen, ob die Probe mit Corona-Viren belastet sein könnte oder nicht. Fällt der Test positiv aus, muss der professionellere PCR-Test gemacht werden. Die Teilnahme am Antigentest an der Schule ist für die Schüler freiwillig.

Nicht die ganze Klasse müsste in Quarantäne

Schon in einigen Wochen soll eine neue Generation von Tests vorliegen, mit denen die Schüler sich selbst ohne weitere Hilfe auf das Corona-Virus testen können.

Bei einem positiven Test würde aufgrund der weiteren Schutzmaßnahmen nicht die gesamte Klasse in Quarantäne gehen, sondern nur der betroffene Schüler und mit wem er direkten Kontakt hatte.

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