Die Bundespolizei hat den entgleisten Zug aus der Luft fotografiert. Foto: Bundespolizei

Zum dritten Mal innerhalb von 14 Monaten ist es am Montag zu einer Zugentgleisung in Horb gekommen. Diesmal war es ein Baustellenzug, der im Bahnhof Horb entgleiste.

Horb - Gegen 16 Uhr sprangen mehrere Wagen beim Rangieren von den Gleisen.

Geringe Beeinträchtigungen

Dabei wurden eine Weiche, die Gleise als auch die Wagen beschädigt. Es kam laut Bundespolizei zu geringen Beeinträchtigungen im Zugverkehr. Menschen wurden bei dem Unfall keine verletzt.

Die Schadenshöhe sei allerdings erheblich, wie Dieter Hutt, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Offenburg auf Anfrage erklärte. Die Staatsanwaltschaft wurde für Ermittlungen eingeschaltet. "Wir ermitteln gegen eine Person nach Paragraf 315 Strafgesetzbuch", erklärt Frank Grundke, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Rottweil. Dieser Paragraf umfasst auch "gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr". Das greift zum Beispiel, wenn jemand Hindernisse legt oder falsche Zeichen oder Signale gibt.

Dritter Vorfall

Bereits im Januar 2020 war ein IC entgleist. Damals wurde gegen einen Bahnmitarbeiter wegen eines möglichen Fehlverhaltens ermittelt. Doch dieses Verfahren wurde mittlerweile wegen "Geringfügigkeit" eingestellt, wie Grundke bestätigt.

Bei einem Vorfall im Oktober 2020 sprang ein Schienenfahrzeug aus dem Gleis und riss sich dabei seinen Treibstofftank auf. Öl lief daraufhin auch teilweise in den Neckar.

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