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Baiersbronn "Das Lebenswerk bleibt erhalten"

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Sorgen dafür, dass das Haus Petra erhalten bleibt (von links): Petra Ilg, Christina Georgoulus mit Tochter Michaela und der neue Betreiber Robert Brada. Foto: Braun Foto: Schwarzwälder Bote

Das Haus Petra im Baiersbronner Oberdorf hat eine lange Geschichte. Auch nach dem Verkauf des Hauses wird es weiter als Hotel garni erhalten bleiben.

Baiersbronn. Dies freut die ehemalige Besitzerin Petra Ilg sehr, denn das Hotel wurde von ihren Eltern Romy und Ulli Braun gegründet und viele Jahrzehnte lang geführt. Ihr Vater – ein gebürtiger Baiersbronner – und ihre Mutter, die aus Baden-Baden stammt, hatten das Haus im Jahr 1962 gebaut und es Ende der 70er-Jahre in zwei Bauabschnitten zum Haus Petra Hotel garni umgebaut.

"Ich erinnere mich an viele interessante Kurgäste aus aller Welt und auch Untermieterinnen, die wir in all den Jahren hatten", erzählt Petra Ilg, die heute in Aalen wohnt. Von Beginn an musste die gesamte Familie, zu der auch ihr Bruder Frank gehörte, bei der Bewirtung der Gäste mit anpacken. Doch die Familie sah auch mit den Gästen fern, wanderte mit ihnen und spielte Gesellschaftsspiele mit ihnen.

"Der Jahresablauf wurde vom Kurbetrieb bestimmt", erinnert sich Petra Ilg. Es sei ein Familienbetrieb mit Vor- und Nachteilen gewesen, trotz der vielen Arbeit habe es immer Spaß gemacht mit all dem Trubel im Haus. Beide Kinder entschieden sich aber gegen die Gastronomie und ergriffen andere Berufe.

Stammgäste werden zu Freunden

Als der Hotelgründer Ulli Braun im Alter von 70 Jahren starb, führte Romy Braun den Betrieb mit Hilfe der Familie, Freunden und Angestellten weiter. Sohn Frank starb 2014, und so waren es Tochter Petra und ihr Mann samt ihren Kindern, die ihre Schwiegermutter und Oma wann immer es möglich war weiterhin unterstützten. Ende 2014 konnte Romy Braun aus gesundheitlichen Gründen den großen Pensionsbetrieb nicht mehr weiterführen und musste das Haus weitgehend stilllegen. "Es kamen aber immer noch die Stammgäste, die im Lauf der vielen Jahre zu Freunden geworden sind", so die Tochter.

Auch das Landratsamt zeigt Interesse

Als die Mutter 2016 starb, sei es ein Wunsch gewesen, das Haus im Sinne der Eltern weiterzuführen. Sie habe sich auf die Suche nach einer geeigneten Nachfolge begeben. "Rund zwei Jahre habe ich gesucht. Es gab viele Gespräche und Interessenten", erzählt sie. Sogar das Landratsamt habe Interesse gezeigt, um aus dem ehemaligen Hotel eine Flüchtlingsunterkunft zu machen, doch am Ende habe sich nach einer langen Suche eine Lösung gefunden.

Anfang des Jahres wurde das Haus an die neuen Eigentümer Christina und Konstantinos Georgoulus verkauft. Die Familie mit griechischen Wurzeln betreibt bereits ein Hotel in Baden-Baden als Pächter, nun ist mit dem Kauf des Hauses in Baiersbronn der Wunsch nach einem eigenen Hotel erfüllt worden. Robert Brada, ein langjähriger Mitarbeiter der Familie Georgoulus, wird das Haus Petra als Pächter führen.

Nach den umfangreichen Sanierungsarbeiten zeigte er sich mit der Auslastung schon recht zufrieden. "Das Haus kommt in gute neue Hände, und auch der Name des Hauses bleibt", freut sich Petra Ilg über die Nachfolge. "Meine Eltern wären glücklich über die Erhaltung ihres Lebenswerks. Und das war mein Ziel", sagt Petra Ilg.

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