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Bad Wildbad Waldspielplatz auf dem Sommerberg?

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Eine Delegation des Gemeinderats besuchte den Waldspielplatz im tschechischen Lipno. Foto: Stadtverwaltung

Bad Wildbad - Der Sommerberg soll im nächsten Jahr eine weitere Attraktion erhalten. Direkt beim Turm des Baumwipfelpfads soll auf einer Fläche von einem Hektar ein Waldspielplatz mit 25 Großspielgeräten entstehen. Das Projekt war nun Thema im Gemeinderat.

Bernd Bayerköhler von der Erlebnisakademie AG (EAK) in Bad Kötzting, die auch den Baumwipfelpfad gebaut hat und betreibt, stellte das Projekt in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor.

Die EAK sei der Pionier auf dem Sommerberg, der "da oben ein gewisses Risiko eingegangen ist", sagte Bürgermeister Klaus Mack in seiner Einführung zu dem Tagesordnungspunkt. Wichtig sei es, den Sommerberg positiv weiterzuentwickeln, um "Ausflugsziel Nummer eins" zu werden. Dazu gehörten neben den Attraktionen selbst auch die Themen Toiletten, Parken und die Bergbahnabfertigung der Fahrgäste an der Talstation. Jetzt sei der "ideale Zeitpunkt, die Wirtschaftslage ist gut", so Mack weiter.

Bayerköhler zeigte sich erfreut, dass der Baumwipfelpfad in Bad Wildbad funktioniere und sich die Vision so gut entwickelt habe. Mit einem außergewöhnlichen Waldspielplatz soll nun das Gelände rund um den Turm genutzt werden. Die EAK plant den Großspielplatz, der zusätzlichen Eintritt kosten wird, beim Ausgang des Baumwipfelpfades in Richtung Märchenweg. "Da passt er sehr gut hin", ist Bayerköhler überzeugt. Die Anlage werde "sauber in den Wald eingebaut" und man müsse nur "sehr wenige Bäume anlangen", versicherte er. Die 25 unterschiedlichen, "sehr naturbelassenen" Spielgeräte sollen in das bestehende Gelände integriert werden. Zusätzlich soll ein Servicegebäude mit Kasse, kleinem Büro, Souvenir-Shop und kleinem Imbiss entstehen, in dem die Besucher "Kaffee, Kuchen und Würstchen" kaufen können.

Bayerköhler betonte, dass alle Spielgeräte auch von Erwachsenen genutzt werden können: "Das Spielen mit den Kindern ist erlaubt und erwünscht".

Bauplan und Genehmigung sollen bis Januar oder Februar 2019 vorliegen, im Juli will die EAK den Spielplatz eröffnen. Der Umfang der Investition liegt bei insgesamt circa 1,2 Millionen Euro. Davon entfallen rund 750.000 Euro für den Spielplatz selbst, 150.000 Euro für die Gastronomie sowie etwa 100.000 Euro für die Einzäunung.

Nachhaltige Weiterentwicklung

Von dem neuen Projekt erhofft sich die EAK eine "nachhaltige Weiterentwicklung der Destination als naturerlebnisorientierter Standort" sowie eine Verlängerung der Aufenthaltszeiten und die Steigerung der Wertschöpfung. Zudem könnte man durch das umfassendere Angebot auch für Gäste im Übernachtungsbereich gewinnen.

"Das ist ein tolles Projekt für Bad Wildbad", sagte Mack und berichtete von einem Ausflug einer Delegation des Gemeinderats in das tschechische Lipno. Dort betreibt die EAK ebenfalls einen Baumwipfelpfad und seit kurzem mit dem "Königreich des Waldes" auch einen Waldspielplatz mit ähnlichem Konzept. Die Frage sei, "passt das zu unserer Philosophie". Vor Ort waren Stadträte und Verwaltung dann "beeindruckt von der Mächtigkeit der Spielgeräte", die alle Altersgruppen anspreche. "Auch den Großen macht es Spaß", sagte er und fügte an: "Das hat uns alle schwer beeindruckt".

Nun gehe es darum, ob die Stadt das Projekt auf dem Sommerberg haben will und ob es weiter verfolgt werden soll, auch wenn noch einige Hürden abzuarbeiten seien.

Die FWV/FDP-Fraktion stehe dem Waldspielplatz "sehr positiv gegenüber", sagte die Fraktionsvorsitzende Rita Locher. Nicht zufrieden sei man dagegen mit der Toilettensituation. Deshalb brachte sie einen Antrag dazu ein (siehe Infokasten). Zustimmung zum Spielplatz kam auch aus den anderen Fraktionen. Bereits seit zehn Jahren fordere die SPD einen Spielplatz auf dem Sommerberg, sagte Bruno Knöller. Man wolle keinen Rummelplatz, freue sich aber über einen "wunderschönen Spielplatz, der das Angebot ergänzt", sagt er. Ein Wermutstropfen sei, dass der Spielplatz Eintritt koste, aber "besser mit Eintritt als gar keinen Spielplatz". Bereits in der nicht öffentlichen Sitzung habe er angesprochen, dass er gerne Familientarife hätte. Dies sei zugesichert worden. Das Projekt füge sich "besser ein als das, was sonst auf dem Sommerberg kommen könnte".

Riesenschub für die Stadt

Für die CDU lobte Jochen Borg das "neue, wirklich tolle Projekt". Der Baumwipfelpfad habe "unserer Stadt einen Riesenschub verpasst" und habe Bad Wildbad landes- und bundesweit bekannt gemacht. Nun bekomme man "ein tolles touristisches Projekt für Familien und Kinder" dazu.

Uwe Göbel (CDU) sprach ebenfalls die Preisgestaltung an. Er wünschte sich Ermäßigungen für Einheimische. Dies aber sei, so Bayerköhler, nach EU-Recht nicht so einfach umzusetzen. Dennoch wolle man eine "sehr preisfreundliche Politik für Familien" machen. Die "Attraktion für die ganze Familie muss für jeden erlebbar sein" und man wolle nicht das Letzte aus jedem rausquetschen. Auf Basis von Jahres- oder Saisonkarten seien Vergünstigungen für Einheimische möglich und Saisonkarten seien auch für den Waldspielplatz geplant.

Einstimmig votierten die Stadträte für das Projekt und somit für weitere Gespräche zwischen Stadtverwaltung und EAK.

Antrag zur Toilettensituation

Im Rahmen der Diskussion um den geplanten Waldspielplatz der Erlebnisakademie (EAK) brachte die FWV/FDP-Fraktion einen Antrag zur Toilettensituation auf dem Sommerberg ein.

"Die Situation der Toiletten ist nicht zufriedenstellend", sagte die Fraktionsvorsitzende Rita Locher. Durch den erhöhten Besucherandrang auf dem Sommerberg bestehe auch ein höherer Bedarf an Toiletten für die Besucher, heißt es im Antrag. Dem Baumwipfelpfad (BWP) sei mit der Baugenehmigung zur Auflage gemacht worden, Toiletten für seine Besucher vorzusehen, die im Turm, also am Ende des BWP, eingerichtet wurden. Die FWV/FDP habe die Stadtverwaltung beauftragt, mit der EAK Gespräche zu führen, hinter dem Kassenhaus eine weitere Toilette anzulegen, die nur für die Besucher des BWP zur Verfügung stehe. Durch den Waldspielplatz würden zudem neue weitere Toiletten benötigt.

In der Sitzung sagte Bernd Bayerköhler, Vorstandssprecher der EAK, dass eine Toilette nach dem Kassenbereich für ihn aus kosten- und betriebswirtschaftlichen Gründen keinen Sinn mache. Die EAK sei aber bereit, sich an einer gemeinschaftlichen Lösung für alle Besucher des Sommerbergs am Emmaweg zu beteiligen, wenn dafür eine Lösung gefunden werde.

Diese gemeinschaftliche Lösung strebe auch die Stadtverwaltung an. "Wir versuchen, mit allen Akteuren eine Lösung zu finden", sagte Bürgermeister Klaus Mack. Deshalb brachte er folgenden Beschlussvorschlag ein: "Die Stadt Bad Wildbad sieht den Bedarf einer Toilettenanlage im Bereich des Emma-Weges. Die Verwaltung wird beauftragt mit den Freizeiteinrichtungen des Sommerberges eine Lösung für eine Toilettenanlage zu finden."

Zunächst wurde der weitergehende Antrag von Freien Wählern und FDP gegen die Stimmen dieser Fraktion abgelehnt. Der Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung wurde dagegen einstimmig angenommen.

Andreas Wacker regte an, die Dixi-Toiletten, die bislang als Ersatz für die Toiletten an der Bergbahnstation aufgestellt seien, nach Fertigstellung der Station als Provisorium am Emmaweg zu platzieren.

Ihre Redaktion vor Ort

Bernd Mutschler

Fax: 07051 130891

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