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Bad Wildbad Seilbahn für Sommerberg ist weiter ein Thema

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Die "Aufstiegshilfe" würde rechts neben dem Auchhalder Kopf (links) und damit nahe der Wild Line enden. Foto: Mutschler

Bad Wildbad - Bereits vor einigen Monaten brachte Bad Wildbads Bürgermeister Klaus Mack eine zweite "Aufstiegshilfe" auf den Sommerberg in Form einer Seil- oder Kabinenbahn ins Spiel. In der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete er über den aktuellen Stand der Dinge. Er sieht zwar Herausforderungen, aber keine unüberwindlichen Hürden.

Alles habe mit einer Vision begonnen, sagte der Bad Wildbader Bürgermeister zum Thema "Aufstiegshilfe" auf den Sommerberg. Mit der Eröffnung des Baumwipfelpfades im Jahr 2014 habe Bad Wildbad eine dynamische Entwicklung im Tourismus genommen. Jährlich kämen 250 000 Gäste auf den Pfad. Im Jahr 2018 sei die Hängebrücke Wild Line und damit weitere erwartete 100 000 Besucher pro Jahr dazu gekommen. Die Eröffnung des Abenteuerwaldes, die geplante Bewirtschaftung der Hans-Fuld-Hütte sowie die Suche der Stadt nach Investoren, die alternative Übernachtungsmöglichkeiten wie Baumhäuser oder Holzhütten anbieten, könnte den Andrang auf dem Sommerberg weiter erhöhen.

Damit einhergehend dürfte sich das Parkplatzproblem und der Verkehr, vor allem am Wochenende, noch weiter verschärfen. Verkehrlich stoße die Stadt an manchen Tagen an ihre Grenzen, heißt es in Macks Sachstandsbericht, den er dem Gemeinderat auch schriftlich vorlegte. Mit dem Parkplatz Marienruhe und der Aktivierung weiterer Parkflächen hinter dem Bahnhof seien erste Schritte getan.

Wenn es zudem gelingen würde, neben der Bergbahn eine zweite "Aufstiegshilfe" vom Sportplatz auf den Sommerberg zu bauen, könnten laut Mack zwei Ziele erreicht werden: "Der Sommerberg könnte weiterentwickelt und die Verkehrsströme in der Stadt entzerrt werden." Da aber eine Aufstiegshilfe (Lift oder Kabinenbahn) wirtschaftlich nur funktionieren könne, wenn sie mit einer Attraktion verbunden wird, sei die Idee einer Waldrodelbahn entstanden. Man brauche also einen Sessellift oder eine Kabinenbahn, die die Bobs der Waldrodelbahn aufnehmen könne, die Fahrgäste hochtransportiere, aber auch zusätzliche Gäste auf den Berg bringe.

Mack sieht gleich mehrere Herausforderungen für das Projekt: Unter anderem müsse es wirtschaftlich funktionieren, das heißt, man benötige einen Investor und einen Betreiber. Außerdem müsse die Bevölkerung bei diesem Projekt mitgenommen werden. Dazu dürfe der Naturschutz diesem Projekt nicht entgegenstehen, es brauche eine Lösung, die den Gleitschirmfliegern gerecht werde und die Stadt brauche mehr Parkplätze. Beim Baumwipfelpfad würden laut einem früheren Verkehrsgutachten an Spitzentagen 650 Parkplätze benötigt. Davon könne man auch für die Aufstiegshilfe ausgehen, genaue Zahlen müssten aber durch ein Gutachten ermittelt werden.

So sollen dann – ohne Konkurrenz, sondern als Ergänzung zur Bergbahn – mehr Besucher auf den Berg gebracht werden, und das ohne Wartezeiten. Mack stellte als Beispiel die Hasenhornbahn in Todtnau vor und sieht im Vergleich dazu 150 000 bis 200 000 Besucher als "sicherlich realistische Annahme für eine Aufstiegshilfe".

Investor finden

Die Anlage dort sei privat finanziert. Deshalb müssten für Bad Wildbad Investoren gefunden werden. Bei einer Gondelbahn mit Waldrodelbahn "sprechen wir vermutlich von einer Investitionssumme im zweistelligen Millionenbereich", schreibt Mack. Aufwändig sei die Erstellung einer Talstation an der Marienruhe, da die Topografie dort sehr steil ist. Die Aufstiegshilfe an sich sei aber technisch machbar.

Ein Investor könne nur gefunden werden, "wenn Verwaltung, Gemeinderat und die Bevölkerung dahinter stehen", so Mack weiter. Deshalb soll im Herbst, am 23. November, ein Workshop zu dem Thema "Zukunft des Tourismus in Bad Wildbad" stattfinden. Dabei werde auch die Entwicklung des Sommerbergs eine Rolle spielen, kündigte der Bürgermeister an.

Zusammenfassend schreibt Mack: "Eine Aufstiegshilfe wäre eine große Chance für die Stadt. Die Entwicklung auf dem Sommerberg könnte positiv weitergestaltet werden. Eine Waldrodelbahn ist technisch umsetzbar. Naturschutzrechtliche Fragen sind nicht unüberbrückbar. Die technische Umsetzbarkeit einer Talstation ist eine große Herausforderung, eventuell nicht wirtschaftlich. Die Gleitschirmflieger könnten ­profitieren."

Neuerfindung des Kurzentrums, Entwicklung auf dem Sommerberg, Verkehrsführung und Parkflächenbedarf, die Steigerung der Übernachtungszahlen und die Erhöhung der Wertschöpfung seien Teil einer touristischen Gesamtstrategie. Bei jeglicher Entwicklung habe eine zukunftsgerichtete Lösung der Parkplatzfrage höchste Priorität. Flächen des Landes stünden am südlichen Kurpark zur Verfügung. Ein neuer, größerer Wohnmobilstellplatz würde zu mehr Übernachtungen und damit zu mehr Wertschöpfung führen. Nach dem Tourismusworkshop sollen konkrete Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung festgelegt werden.

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