Winfried Hahner (Zweiter von rechts) wurde als Veranstaltungsleiter der Touristik GmbH verabschiedet.Foto: Mutschler Foto: Schwarzwälder Bote

Tourismus: Der langjährige Veranstaltungsleiter Winfried Hahner wechselt in den passiven Teil der Altersteilzeit über

Winfried Hahner, langjähriger Mitarbeiter der Touristik Bad Wildbad GmbH, geht Ende April in die passive Phase der Altersteilzeit und verlässt somit altersbedingt das Tourismus-Unternehmen. "Eine große Verabschiedung, wie er sie sicher verdient hätte, kann leider coronabedingt nicht stattfinden", sagt die Touristik-Geschäftsführerin Stefanie Dickgiesser. So fand die Verabschiedung nun in kleinem Rahmen statt.

Bad Wildbad. 61 Jahre alt ist Winfried Hahner, der scheidende Veranstaltungsleiter der Touristik Bad Wildbad GmbH. Fast die Hälfte dieser Zeit, nämlich 29 Jahre, verbrachte er in Bad Wildbad. 1992 begann er noch beim Staatsbad und wechselte nach der Teilkommunalisierung 2010 dann zur städtischen Touristik GmbH. Ende April nun geht er in die passive Phase der Altersteilzeit und damit in den Ruhestand.

Bei der kleinen Verabschiedung vor dem Königlichen Kurtheater im Bad Wildbader Kurpark blickte Bürgermeister Klaus Mack auf Hahners Tätigkeit in der Bäderstadt zurück. Zuständig für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit habe Hahner in dieser Zeit bis zu 300 Veranstaltungen pro Jahr organisiert und die Stadt zum Beispiel auf vielen Messen repräsentiert. 2010 sei dann der große Umbruch gekommen und Hahner habe sich als Betriebsrat sehr dafür eingesetzt, dass der Übergang vom Land zum neuen kommunalen Arbeitgeber "arbeitnehmerfreundlich vonstatten geht", so Mack. Der sieht Hahners Stärke darin, Dinge zu organisieren – und das mit großem Engagement. Mack hob besonders Hahners Talent zur Moderation von Veranstaltungen hervor: "Wenn sie das Mikrofon in der Hand hatten, ging eine neue Welt auf." Er wünschte dem scheidenden Veranstaltungsleiter, dass er nun den Kopf frei bekomme und auch mal "einfach so durch den Kurpark schlendern" könne.

Ruhepol zwischen Fronten

Auch Touristik-Geschäftsführerin Stefanie Dickgiesser schloss sich dem Dank und den guten Wünschen an. Er habe stets ein kulturell hochstehendes und interessantes Kulturprogramm organisiert und nannte neben klassischen Konzerten auch den Mittelaltermarkt bei der Feier von "650 Jahre Überfall im Wildbad" oder natürlich die Enzbeleuchtung. Als Betriebsrat sei er auch oft der Ruhepol zwischen den Fronten gewesen, der stets beide Seiten der Medaille betrachtet habe.

Auch Hahner selbst blickte kurz auf seine Tätigkeit zurück. So sei es ihm wichtig gewesen, gut mit den Institutionen wie Kirchen, Volkshochschule oder Vereinen zusammenzuarbeiten und so bei Veranstaltungen Regionalität in den Ort zu holen.

Natürlich hätte er sich sein letztes Jahr als Veranstaltungsleiter ganz anders vorgestellt. So habe er sich mehr mit Brandmeldeanlagen, Feuerlöschern oder Aufzügen beschäftigt als mit der Organisation von Konzerten und anderen Veranstaltungen.

So es denn die Corona-Pandemie zulässt, will er nun seine freie Zeit nutzen, um zu reisen oder Konzerte ("nicht nur klassisch") zu besuchen. Außerdem werde er viel lesen – und vielleicht auch selbst schreiben, Lyrik oder kurze Prosastücke kann er sich vorstellen, auf jeden Fall "keinen Wildbad-Krimi", sagt er lachend. Zudem will er auch viel Zeit an seinem Zweitwohnsitz in Hessen verbringen und hier wie dort seine sozialen Kontakte pflegen.

Mit Marcel Baluta gab ihm ein langjähriger Wildbader Weggefährte einen musikalischen Abschied mit auf den Weg. Und was könnte für den Klassik-Freund Hahner da besser passen als "Time to say goodbye" auf der Geige?

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