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Bad Wildbad Bürgermeister zieht positive Bilanz

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Bürgermeiser Klaus Mack (links) bei der Präsentation des neuen Räumfahrzeugs für den Bad Wildbader Winterdienst. Archiv-Foto: Mutschler Foto: Schwarzwälder Bote

Die Hängebrücke Wild Line und der Baumwipfelpfad, aber auch der Masterplan Sommerberg sowie Investitionen in Schulen und zahlreiche weitere Aktionen fanden sich auf der Themenliste von Bürgermeister Klaus Mack, der auf das abgelaufene Jahr zurückschaute und einen Blick in die Vorhaben des neuen Jahres warf.

Bad Wildbad. "Der Focus-Titel ›Top-Kurort des Jahres 2018‹", so Bürgermeister Mack, "war für Bad Wildbad Verpflichtung, im Tourismus kräftig Gas zu geben". Dazu gehören auch Übernachtungen an ungewöhnlichen Orten, wie beispielsweise der Schlaf-Kubus "sleepero" neben der Bergbahn, als Teil eines bundesweiten Projektes, das in diesem Jahr fortgesetzt wird.

Mit der Hängebrücke Wild Line wurden laut Mack die Besuchererwartungen bereits übertroffen. Schon die Bauphase gestaltete sich spektakulär. Inzwischen wurden für die Wanderer drei wunderbare Aufstiegswege von der Marienruhe reaktiviert und ausgeschildert. Der neue Parkplatz für Wanderer wurde inzwischen in Betrieb genommen.

Auf dem Sommerberg wurde mit dem "Waldbadezimmer" der Trend des Waldbadens aufgegriffen. Die ersten weltweiten Waldluft-Badewannen erlauben es dort, in entspannter Stimmung Waldluft aufzunehmen. Darüber hinaus wurde die Sanierung der Grünhütte abgeschlossen. Sie ist inzwischen auch einmal in der Woche mit dem Taxi erreichbar.

Der Baumwipfelpfad erfreute sich auch im vierten Betriebsjahr großer Beliebtheit und verzeichnet inzwischen bereits mehr als eine Million Besucher, so Mack weiter. In diesem Jahr möchte die Erlebnisakademie AG die Attraktion um einen spektakulären Abenteuerspielplatz am Ausgang des Turms ergänzen.

In einer Sondersitzung des Gemeinderates wurden im Sommer 2018 die Weichen für eine zielgerichtete Entwicklung des Sommerbergs gestellt. Seither wird an der Prüfung einer Aufstiegshilfe von der Marienruhe bis zum Auchhalder Kopf gearbeitet. Um einen Investor zu finden, sollte dieser Aufstieg mit einer eigenen Attraktion, wie beispielsweise einer Waldrodelbahn, verbunden werden. Der Tourismus hat zum Ziel, aus den zahlreichen Tagesbesuchern auch Übernachtungsgäste zu generieren. Innovative Übernachtungsmöglichkeiten, wie Baumhäuser oder ein Holzhütten-Ressort, sollen dabei angeboten werden.

Ein großes Thema, so Mack weiter, sei die Zukunft der Bad Wildbader Bäderlandschaft, die mittels Gutachten beleuchtet werde. Der Gemeinderat habe sich dafür ausgesprochen, alle Kraft aufzuwenden, um das Freibad zu erhalten und hierfür einen Zuschussantrag aus Bundesmitteln gestellt. Indoor-Schwimmen für Schüler und Sportler solle langfristig im geplanten Badekomplex im Neuen Eberhardsbad ermöglicht werden. Auch das Konzept "Staatsbad 4.0" wurde weiter vorangebracht. Eine Machbarkeitsstudie zum Einbau der Vital Therme in das Neue Eberhardsbad soll die Weichen für die weitere Planung stellen. Möglich wäre dabei eine gemeinsame Kasse und gemeinsame Technik mit dem Palais Thermal. Zusätzlich könnten die Besucher mit einem Kombi-Ticket beide Bäder besuchen. Auf dem frei werdenden Grundstück der Vital Therme soll ein Familienhotel entstehen.

Viel Geld in Schulen investiert

Viel Geld sei in die Wildbader Schulen investiert worden. Mack nannte IT-Verkabelung im Enztal-Gymnasium, neues Dach und Mensa in der Wilhelmschule sowie Sanierung der Fünf-Täler-Schule. "Dieser Millionenaufwand lässt sich durch die Stadt nur mit hohen Zuschüssen schultern", so Mack.

Beim Goßweilerkindergarten wurden mit einem Pavillon aus Container-Modulen 50 neue Kindergartenplätze geschaffen.

Bad Wildbad erfuhr auch bundesweites Medieninteresse wegen des Wolfes, der in der Nacht zum 1. Mai in Christophshof mehr als 40 Schafe gerissen hatte. Durch die sich anschließende Erklärung zur "Förderkulisse Wolfsprävention" können betroffene Weidetierhalter entschädigt werden. Eine Info-Veranstaltung zum Thema Wolf sorgte für Aufklärung.

Die evangelische Heimstiftung baute mit der Ludwig-Uhland-Residenz ihr zweites Pflegeheim in Bad Wildbad und will mit dem neuen Konzept "Wohnen plus" ein länger selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Auch das Bethel-Areal wird neu bebaut.

Auf dem Kälbling sollen drei Windkraftanlagen errichtet werden. Dabei soll es auch die Möglichkeit geben, dass sich die Bürger mit einem Nachrangdarlehen an diesem Beitrag der Energiewende beteiligen können. Zur Klimaschutzstrategie gehöre, so Mack, auch die Elektromobilität – drei E-Tankstellen wurden eingerichtet und gemeinsam mit der EnCW und den Wildbader Stadtwerken ein Car-Sharing-Projekt umgesetzt.

Durch private Investoren sind in Wildbad zwei Drogeriemärkte entstanden, die Olgabad Reha-Klinik gestaltet ihre Räumlichkeiten um und der elegante Bad Wildbader Bahnhof soll dank privater Initiative zu neuer Blüte kommen.

In diesem Jahr soll das Bauvorhaben "Ausbau der Ortsdurchfahrt in Aichelberg" realisiert werden. Das Millionenprojekt, so der Bürgermeister, umfasst neben dem Straßenbau, den Kanalneubau und den Wasserleitungsneubau sowie die Verlegung von Glasfaserkabel für schnelles Internet. Für den Ausbau des schnellen Internets wurden Zuschüsse in Höhe von 2,3 Millionen Euro zugesagt. Mit den Bauarbeiten soll in der ersten Jahreshälfte begonnen werden.

Gefeiert wurde das Jubiläum "150 Jahre Enztalbahn und 15 Jahre Stadtbahn". Auch der Rundwanderweg "Fautsburg" feierte sein zehnjähriges Jubiläum. In Wildbad fand das Bundesnachtwanderer-Treffen und der internationale Hebammen-Kongress statt.

Auch traurige Nachrichten, wie der tödliche Autounfall von Friedrich Herzog von Württemberg, fehlten nicht auf der Agenda des Bürgermeisters.

Weitere Themen waren der Fußverkehrscheck in 2018, dessen Abschlussbericht in diesem Frühjahr erwartet wird. Das 30. Opernfestival zum 150. Todestag von Gioachino Rossini war wiederum ein voller Erfolg.

Auch beim Sport waren Erfolge zu verbuchen. Die Tischtennis-Abteilung des TV Calmbach wurde von den Lesern des Schwarzwälder Boten zur Mannschaft des Jahres gewählt und die Fußballer des FV Wildbad durften sich über den Aufstieg in die Kreisliga freuen.

Linda Graze veröffentlichte ihren Schwarzwald-Krimi "Schmälzle und die Kräuter des Todes", der in Bad Wildbad spielt.

Personelle Veränderungen ergaben sich mit Samuel Mostroph als Leiter des Baubetriebshofes zum 1. April 2018. Daneben trat Volkhard Leetz am 1. Juli seinen Dienst als neuer Stadtbaumeister an und Stefanie Dickgiesser übernahm zum 1. November die Geschäftsführung der Touristik Bad Wildbad GmbH.

Abschließend bedankte sich Bürgermeister Klaus Mack sowohl beim Gemeinderat als auch bei seinen Amts- und Abteilungsleitungen, den Geschäftsführungen der Stadtwerke und der Touristik sowie allen Mitarbeitern für die konstruktive Zusammenarbeit.

Ihre Redaktion vor Ort

Bernd Mutschler

Fax: 07051 20077

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