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Bad Herrenalb Siebentäler Therme: Jetzt sollen Förderanträge gestellt werden

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Für eine neue Sauna und Saunagarten werden vier Millionen Euro veranschlagt. Foto: Archiv

Bad Herrenalb - Wenn am Mittwoch, 4. September, die Bad Herrenalber Stadträte ab 18 Uhr im Kurhaus tagen, lautet ein Beschlussantrag: "Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung anhand der vorgestellten Konzeption ›Weiterentwicklung Siebentäler Therme‹ die Förderanträge beim Land Baden-Württemberg zu stellen."

Der Gemeinderat habe zuletzt in der öffentlichen Sitzung am 22. Mai intensiv über die Weiterentwicklung der Siebentäler Therme beraten, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Durch das von den Stadtwerken Bad Herrenalb GmbH beauftragte Unternehmen Dorena aus Inning sei eine "erste denkbare Neukonzeption" vorgestellt worden. Am Ende der Beratung habe das Gremium bei zwei Enthaltungen folgenden Beschluss gefasst:   "Die Verwaltung wird ermächtigt, die Dorena Beratungs- und Konzeptentwicklung GmbH mit der Ausarbeitung einer detaillierten Neukonzeption der Siebentäler Therme zu beauftragen." " Die Neukonzeption bildet die Grundlage für die Beantragung von Fördergeldern. Sollte das vom Gemeinderat bereitgestellte Budget von 150.000 Euro für die Erstellung nicht ausreichen, entscheidet der Gemeinderat über das weitere Vorgehen."

Budget reicht aus

Fürs ordnungsgemäße Erstellen der Förderantragsunterlagen sei eine Aufteilung der Kosten "nach DIN 276 zwingend erforderlich", da dies eine bestimmende Pflichtanlage zum Förderantrag darstelle. Das vom Gremium zur Verfügung gestellte Budget reiche noch aus, um die geforderte Kostenaufstellung beauftragen zu können.

Die detaillierte Neukonzeption mit Kosten- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen der einzelnen Module werde von Dorena-Geschäftsführer Günther Eichelmann in der Sitzung am Mittwoch vorgestellt.

Die Förderanträge müssten bis zum 1. Oktober beim Land Baden-Württemberg eingereicht werden. Die Zusammenstellung der erforderlichen und umfangreichen Unterlagen sei bis dahin abgeschlossen, sodass man den Abgabetermin einhalten könne.

Besonderes Badeerlebnis

Wie in den Dorena-Unterlagen (Revitalisierung Siebentäler Therme) aufgeführt wird, sollte bei einem neuen Sauna-Dorf der Flächenbedarf mindestens 2000 bis 3000 Quadratmeter (m2) betragen. "Je größer desto besser, denn die Sauna in Gaggenau hat einen sehr großen Sauna-Garten (mehr als 5000 m²)", heißt es. Anlagen mit großem Außenbereich seien wirtschaftlicher, da dieser im Sommer gerne genutzt werde.

"Die Sauna-Gastronomie sollte auch als externe Gastronomie für die Schweizer Wiese sein. Das ist für die touristische Erschließung der Schweizer Wiese wichtig, aber auch für den wirtschaftlichen Betrieb der Sauna-Gastronomie (in der Regel schwacher Sommerbetrieb in der Sauna)", teilt Dorena des Weiteren mit.

Der Flächenbedarf für den Sole-See und Sole-Dom betrage etwa 300 bis 500 m² – der Technikraum mit Duschbereich rund 100 m².

"Wir suchen derzeit ein kompetentes Architekturbüro, das einen Sole-See in Bad Herrenalb realisieren kann", so Dorena.

Beim Sole-See werde das besondere Badeerlebnis, die Erfahrung der Schwerelosigkeit, der gesundheitliche Aspekt und die therapeutische Nutzung hervorgehoben.

Die Zusammenfassung bei den Wirtschaftlichkeits-Analysen "Technik und neue Angebote" sieht so aus:

 Technik und Gebäude (ohne Förderung, ohne Einsparungen): 2.756.000 Euro.

 neue Angebote (ohne Förderungen der Investitionen): 9.305.000 Euro.

Unterm Strich kommen somit bei der Grobschätzung (zuzüglich maximal 20 Prozent Baunebenkosten) 12.061.000 Euro zusammen.

Bei Zielerwartung ist zu lesen: "In zehn Jahren könnte sich die Siebentäler Therme im Ergebnis um circa 30 Prozent verbessern. Dies erfordert ein Höchstmaß an Mitarbeiter-Motivation, Marketing-Effizienz und starke Unterstützung der Kommune."

Unter "neue Angebote" fallen übrigens: Beiz-Sauna und Saunagarten (vier Millionen Euro), Sole-See (drei Millionen Euro); Textil-Sauna 250.000 Euro; Meersalzgrotte: 75.000 Euro; Aquaback Fitness-Geräte im Wasser 55.000 Euro; Architektur, Farbkonzept, Umkleide: 300.000 Euro; Neugestaltung Garten: 100.000 Euro; Infrarot-Kabine, Wellsystem-Massage, Light-Spa: 100.000 Euro; zweites Bewegungsbecken: 800.000 Euro; zweites oder größeres Außenbecken vergrößern von derzeit 500 m2 auf 750m2: 625.000 Euro.

Harter Wettbewerb

Eichelmann berichtete in der Gemeinderatssitzung am 22. Mai darüber, wie die Neukonzeption der Siebentäler Therme aussehen könnte. Danach wurde das Unternehmen Dorena mit der Detailplanung beauftragt.

Der Geschäftsführer sagte, beim Bau und bei der Weiterentwicklung von Bäder- und Saunalandschaften könnten drei Richtungen eingeschlagen werden: Regionalität, Motto und Architektur.

Cuppamare in Kuppenheim, Caracalla Therme in Baden-Baden, Rotherma in Gaggenau, Albtherme in Waldbronn und Palais Thermal in Bad Wildbad – Eichelmann sprach von einem harten Wettbewerb.

Der Zustand der technischen Anlagen der Siebentäler Therme sei gut gepflegt, die Badewasseraufbereitung verfüge über mehr als ausreichende Kapazität. Die Heizzentrale mache einen sehr soliden und ordentlichen Eindruck. Das Blockheizkraftwerk befinde sich im "Frühling ihres Lebens".

Ein "Sole-Dom" sei der Knaller, schwärmte Eichelmann. Der Bäder-Experte sprach des Weiteren bei der Schweizer Wiese von einer begnadeten Lage.

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