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Bad Herrenalb Sole-See und Saunadorf in Siebentäler Therme

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Die defizitäre Siebentäler Therme in Bad Herrenalb soll auf Vordermann gebracht werden. Foto: Kugel

Bad Herrenalb - Günther Eichelmann vom Unternehmen Dorena aus Inning erklärte in der Bad Herrenalber Gemeinderatssitzung am Mittwochabend, wie die Neukonzeption der Siebentäler Therme aussehen könnte. Dorena wurde letztendlich mit der Detailplanung beauftragt. Sollte der bereits Ende Januar festgelegte Kostenrahmen von 150.000 Euro  nicht ausreichen, müssen die Stadträte informiert werden.

Bürgermeister Norbert Mai erinnerte an die Sitzung Ende Januar. Der Tenor habe gelautet: Die Stadträte stünden mehrheitlich zum Erhalt der Therme. Er machte noch mal deutlich: Um Zuschüsse aus Stuttgart zu bekommen, müsse ein schlüssiges Gesamtkonzept vorliegen.

Stadtwerke-Geschäftsführerin Karina Herrmann berichtete von einer kleinen Arbeitsgruppe. Da gute Architekten aufgrund der kurzen Zeit nicht greifbar gewesen seien, habe die Frage im Raum gestanden: Wo stehe man jetzt und wohin wolle man? Um dies zu klären, sei fachliche Unterstützung vonnöten. Die Angebote seien verglichen worden, das Rennen habe Eichelmann gemacht. Dieser "ist mit einem großen Tross gekommen".

Trend geht zu Salz und Sole

Der Dorena-Geschäftsführer ging in seinem Vortrag zunächst auf Globalisierung, Werte-Bewusstsein und die "Sehnsucht von uns: Entspannung im Kraftort" ein. Im Übrigen würden die Deutschen immer älter, dies habe gewaltige Einflüsse auf die Bäderstruktur. Ein Trend sei Salz und Sole.

Die Geschichte (History) liefere oft einen guten Bezug zu Inszenierungen, stellte Eichelmann fest. Genauso: "Ein Alleinstellungsmerkmal ist ein einzigartiges Nutzenversprechen". Beim Bau und bei der Weiterentwicklung von Bäder- und Saunalandschaften könnten drei Richtungen eingeschlagen werden: Regionalität, Motto und Architektur.

Cuppamare in Kuppenheim, Caracalla Therme in Baden-Baden, Rotherma in Gaggenau, Albtherme in Waldbronn und Palais Thermal in Bad Wildbad: Eichelmann sprach von einem gnadenlosen harten Wettbewerb. Im Vergleich mit Rotherma gebe es beispielsweise keinen Bereich, der in Bad Herrenalb besser sei, so seine Beurteilung.

Anlagen in gutem Zustand

Insgesamt sei der Zustand der technischen Anlagen der Siebentäler Therme gut gepflegt, war der PowerPoint-Präsentation des Weiteren zu entnehmen. Die Badewasseraufbereitung verfüge über mehr als ausreichende Kapazität. Allerdings sei mittelfristig eine Beckensanierung erforderlich, "um die Schädigung der Betonsubstanz (Auflösen der Bewehrungseisen) zu unterbinden". Vorgeschlagen wird, die Gebäudeleittechnik zu überarbeiten.

Die Heizzentrale mache einen sehr soliden und ordentlichen Eindruck. Das Blockheizkraftwerk befinde sich im "Frühling ihres Lebens". Beim Blick auf die LED-Beleuchtung sei die Decke ein Problem.

Unter der Überschrift "Renovierungen" ist zum Beispiel aufgeführt, den Eingangsbereich attraktiver zu gestalten.

Gastronomie ist laut dem Geschäftsführer eines der wichtigsten Angebote in einem Bad. Eine so kleine Bistroanlage wie in Bad Herrenalb habe er noch keine gesehen, so Eichelmann. Angeregt wird daher eine "neue Gastronomie in der neuen Sauna". Mit Blick auf die Zahlen im Jahr 2017 habe bei Bistro und Shop der Umsatz pro Gast bei 0,91 Euro gelegen. In anderen Bädern seien es jedoch sechs Euro.

Auch die optische Verbesserung des Umkleidebereichs wurde angesprochen sowie die Umgestaltung des Ruheraums. Genauso wie die Neugestaltung des Thermen-Gartens.

Unter der Rubrik "Erweiterungen" steht als eine der Zielsetzungen, den nicht genutzten Innenbereich zum Bewegungsbecken umzubauen. Zudem werden fünf Fitness-Anlagen im Wasser aufgeführt. Eine weitere Zielsetzung: "Ersatz des Außenbeckens durch ein größeres neues mit Sprudel-Anwendungen" und der Bau einer Salzgrotte mit medizinischem Sole-Vernebler.

Rund zehn Millionen plus

Eine "absolute Alleinstellung für Bad Herrenalb in der Region" wäre: "Bau eines Sole-Sees mit 32 Grad Celsius und 24 Prozent Sole". Die Investitionshöhe wird hier mit zwei bis drei Millionen Euro angegeben. Ein "Soledom" sei der Knaller, so Eichelmann.

Ein weiterer Vorschlag ist der Neubau einer Erlebnis-Sauna mit Außenanlagen inklusive Gastronomie. Ein Saunadorf im Freien sorge mindestens für eine Verdoppelung der Gästezahl, schwärmte der Bäder-Experte. Bei der Schweizer Wiese sprach er von einer begnadeten Lage.

Bei der groben Kostenschätzung von "circa zehn Millionen Euro plus" wird so untergliedert: Thermalbad: Investitionen Verbesserung Innenbereich: zwei Millionen ohne Becken- und Deckensanierung; Eintritts-Kontroll-System: 120.000 Euro; Außenbereich: eine Million; Hülle, Energie: eine Million. Saunabestand-Sanierung: 100 000 Euro; Sauna-Erweiterung Freibereich, Neubau: vier Millionen; Zentral-Gastronomie, Neubau: zwei Millionen.

Liebe und Herzblut

Jetzt gelte es, so Eichelmann, das Ganze detailliert zu betrachten – mit Blick auf Kosten und Wirtschaftlichkeit. Die Darstellung werde ganz transparent erfolgen. Bürgermeister Mai sagte, wichtig sei jetzt, eine "feine Kostenschätzung" zu erarbeiten, damit sich der Weg zu den Ministerien wegen der Zuschüsse lohne.

Der Dorena-Geschäftsführer meinte, das Projekt ("Passt zu unserer Struktur") mache ihm immer mehr Spaß. Er sprach von Liebe und Herzblut. Er könne sich gut vorstellen, zu investieren.

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