Die Villa Eugenia – nachgebaut aus 55 000 Lego-Steinen – ist bei der Ausstellung zu sehen. Foto: Hohenzollerisches Landesmuseum

Wenn Kinderspielzeug zum Kunstobjekt wird: Welche großartigen Bauwerke aus vielen kleinen Lego-Steinen entstehen können, zeigt die Ausstellung "Steine.Kunst.Welten" im Hohenzollerischen Landesmuseum.

Hechingen - Das Hohenzollerische Landesmuseum in Hechingen hofft – vorausgesetzt die Sieben-Tage-Inzidenz entwickelt sich wie erwartet – die seit längerem in den Startlöchern stehende Lego-Fan-Ausstellung "Steine.Kunst.Welten." ab Mittwoch, 9. Juni, 14 Uhr, der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Gezeigt werden im ansprechenden und kontrastierenden Rahmen des kulturhistorischen Museums Lego-Werke des Vereins Schwabenstein 2x4 – seien es Eigenbauten oder offizielle zusammengefügte Lego-Sets.

Riesige Burganlagen, ein Bahnhof und auch das All

Der Verein Schwabstein 2x4, gegründet 2015, hat seinen Sitz in Stuttgart und zählt momentan 80 Mitglieder. Als erster gemeinnütziger Lego-Fan-Verein in Deutschland hat er sich der Förderung von Kunst und Kultur rund um die bunten Steine verschrieben.

Die Steine: Aus 55 000 der Lego-Steine aus Dänemark wurde speziell für die Ausstellung die Villa Eugenia detailliert von den Baumeistern von Bricks-Creations nachgebaut. Die Kunst: Ob ganz in weiß in einem Raum für sich, ob rund und an der Wand hängend und in Bewegung – oder ob ganz klein und überall im Museum versteckt: Lego ist ein überraschend vielfältiges Material, um sich auch künstlerisch auszudrücken. Nicht zuletzt kann man aus den Plastikbausteinen auch Schmuck fertigen – der Gewölbekeller des Museums bietet für Geschmeide aller Art einen faszinierenden Rahmen.

Die Welten: Das Mittelalter ist mit riesigen Ritterburganlagen vertreten. Die gute alte Eisenbahn kreist auf einer großzügigen Anlage, auf der zugleich die Entwicklung der rollenden Lego-Sets der vergangenen vierzig Jahre erlebbar wird. Der Weltraum mit seinen unendlichen Weiten kann mit einer Auswahl historischer Sets ebenso erreicht werden wie mit Bausätzen der Gegenwart oder der Fantasie der Mitglieder.

Beim Schätzspiel gibt es Preise zu gewinnen

Darüber hinaus gibt es noch etliche Attraktionen, wie aus einer Mitteilung des Museums hervorgeht: Eine beeindruckende Sammlung sämtlicher jemals erschienener Star-Wars-Figuren präsentiert Hendrik Bergmann im Foyer des Museums. Der Inhaber der "JB Spielwaren" unterstützt die Ausstellung zudem, indem er die Hauptgewinne beim Steine-Schätzen zur Verfügung stellt.

Wer selbst Hand anlegen möchte, baut am riesengroßen Hohenzollern-Wappen mit, das weltweit wohl einmalig in einer atemberaubenden Noppen-Version entstehen wird. Unterstützung kam dabei auch von Bricks-Creations aus Viersen.

Sammler und Liebhaber kommen ebenfalls auf ihre Kosten, denn es gibt eine exklusive Hohenzollern-Ritter-Sammelfigur und Erinnerungsfliesen passend zum Besuch der Lego-Fan-Ausstellung zu erwerben. Wer jetzt Appetit auf die kleinen Steinchen bekommen hat, ist ab Mittwoch im Hohenzollerischen Landesmuseum willkommen.

Diese Corona-Regeln gelten im Museum

Für den Besuch gilt es, die folgenden coronabedingten Regelungen zu berücksichtigen: Es gilt die "Drei-G-Regelung". Das heißt, es muss ein offizieller Nachweis über einen Negativ-Test, über die Impfung oder über eine überstandene Infektion vorgelegt werden. Vor Ort werden die Kontaktdaten erfasst, entweder durch die Luca-App oder über ein Formular.

Das Einhalten der Hygiene-Regeln – medizinische Maske, Abstand und Desinfektion – wird erwartet. Zudem dürfen sich immer nur eine bestimmte Anzahl Besucher gleichzeitig im Gebäude aufhalten; es kann dadurch gegebenenfalls zu kurzen Wartezeiten kommen. Aktuelle Informationen finden sich im Internet unter www.hzl-museum.de

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