So sieht das "Fasnetsbierle" aus. Foto: Klosterbrauerei

Familienbrauerei aus Alpirsbach hat eine Spezialität für die närrischen Tage entwickelt.

Das "Fasnetsbierle" soll die wegen Corona entfallenden närrischen Tage nach Hause bringen. Gleichzeitig unterstützt Alpirsbacher Klosterbräu die notleidenden Vereine.

Alpirsbach - Die traditionellen Rosenmontagsumzüge, die Narrensprünge, das Einschnellen oder das Maskenabstauben sind in diesem Jahr nicht denkbar, denn die Corona-Regelungen machen auch für die Narren keine Ausnahme. Die Familienbrauerei aus Alpirsbach hat deswegen ein "Fasnetsbierle" in limitierter Auflage gebraut, wie einer Pressemitteilung zu entnehmen ist. Damit wolle die Brauerei Vereine unterstützen, denen aufgrund der Restriktionen wichtige Einnahmenquellen wegfallen.

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"Wir lassen uns die lustige Zeit nicht nehmen, auch wenn wir nicht gemeinsam feiern können. Deshalb bringen wir mit unserem Fasnetsbierle die Fasnet direkt in die Wohnzimmer aller fasnetbegeisterten Menschen", wird Brauerei-Chef Carl Glauner in der Mitteilung zitiert.

Da der Fokus auf der Unterstützung der Vereine liege, werde das Bier nicht im Lebensmittel-Einzelhandel, sondern über den Fachgroßhandel an die Vereine vor Ort verkauft. "Diese können dann das Fasnetsbierle zusammen mit weiteren Zugaben als eigenes Paket schnüren, welches dann an die Vereinsmitglieder oder Narren verkauft werden kann", erklärt Anja Faißt von der Alpirsbacher Brauwelt die Absicht hinter der Aktion, von der beide Seiten profitieren.

Wie viel "Fasnetsbierle" produziert wird, kann Wolf Günther, Sprecher der Brauerei, noch nicht sagen. Nun wird erst einmal abgewartet, wie viele Vereine sich melden. "Wir setzen darauf, dass sich die Aktion über Organisationen und Mund-zu-Mund-Propaganda verbreitet", erklärt Günther.

Nachfrage aus dem ganzen Land erwartet

"Es werden sicherlich Fasnetsvereine aus ganz Baden-Württemberg beim Großhandel bestellen." Ein paar der Spezial-Biere seien schon ausgeliefert worden, wie groß die Nachfrage insgesamt sei, lasse sich erst am Aschermittwoch abschließend sagen. "Aber wir rechnen schon mit mehreren tausend Flaschen." Die Rezeptur sei an den Kleinen Mönch angelehnt: ein süffiges Bier in handlichen 0,33-Liter-Flaschen.

"Die Unterstützung der vielen regionalen Vereine, die gerade im Schwarzwald das kulturelle Brauchtum der Fastnacht pflegen, ist uns wichtig", ergänzt Geschäftsführer Markus Schlör. Er hoffe, dass im nächsten Jahr die Fastnacht wieder gemeinsam und im gewohnten Umfang gefeiert werden könne.

Das "Fasnetsbierle" ist nicht die erste kreative Aktion der Alpirsbacher Klosterbrauerei in der Corona-Krise. Während des ersten Lockdowns produzierte sie für Apotheken, Ärzte, Krankenhäuser, Altenheime und Mitarbeiter aus überschüssigem Ethanol 8000 Liter Desinfektionsmittel. Danach legte das Familienunternehmen die sogenannten "Alpi Bonds" auf. Damit sammelte die Alpirsbacher Klosterbrauerei für die stark gebeutelte Gastronomie durch den Verkauf von Biertickets, die nach Wiederöffnung der Gastronomie eingelöst werden konnten, fast 60.000 Euro ein, die in voller Höhe an die Gastronomen gingen.

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