Kunsthistorikerin Bettina Zundel referiert im Maschenmusem. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Heimatgeschichte: Bettina Zundel beleuchtet die Textilindustrie

Albstadt-Tailfingen. "Der Einfluss der Hugenotten auf die regionale Textilindustrie" lautet der Titel des Vortrags, in dem Bettina Zundel, am Mittwoch, 15. Juni, auf Einladung der Heimatkundlichen Vereinigung Zollernalb ein Stück regionaler Wirtschaftsgeschichte beleuchtet.

Die Kunsthistorikerin geht im Maschenmuseum auf die regionale Entwicklung der Textilindustrie ein. Bereits im 17. Jahrhundert entwickelte sich sowohl in Hohenzollern als auch auf württembergischem Gebiet das Handstricken zu einem neuen Gewerbezweig, der Strumpfwirkerei und -strickerei. Mit der Zuwanderung hugenottischer Wirker kam der für Strumpfwirker bekannte Handkulierstuhl in die Gegend.

Die vorindustrielle Produktionsform des Verlagswesens markierte den Beginn der bis in die 1980-er Jahre hinein florierenden Textilindustrie in der Region. Bis heute sind damit namhafte Firmen verbunden, darunter der Weltmarktführer Groz-Beckert, die Tailfinger Maschinenfabrik Mayer & Cie. sowie die etablierte Marke "Mey bodywear" in Albstadt und die Firma Trigema in Burladingen, stellvertretend für technische Textilien auch die Firma "Mattes & Ammann" in Tieringen.

Anschließend besteht Gelegenheit, eine Führung durch das Maschenmuseum zu erleben. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro. Gäste sind willkommen.

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