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Albstadt Tödliche Messerstecherei landet vor Gericht

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Die Staatsanwaltschaft Hechingen hat gegen einen 51-jährigen Albstädter Anklage wegen Totschlags erhoben. Dem Mann wird vorgeworfen, in der Silvesternacht in einem Haus in Tailfingen seinen zwei Jahre älteren Bruder nach einem Streit erstochen zu haben. Foto: Eyrich

Albstadt/Hechingen - Gegen den 51-Jährigen, der in der Neujahrsnacht in Tailfingen seinen zwei Jahre älteren Bruder mit Messerstichen tödlich verletzt hat, wird Anklage erhoben. Laut Staatsanwältin Nicole Luther geht die Staatsanwaltschaft Hechingen von Totschlag aus.

Wie damals berichtet, hatten die beiden Brüder in einer Gaststätte gemeinsam ins neue Jahr hineingefeiert. Gegen 2 Uhr nachts war es in der Wohnung des mutmaßlichen Täters in der Ortsmitte von Tailfingen dann zu einem Streit gekommen, der ein tragisches Ende nahm.

Nach einer verbalen Auseinandersetzung wurde ein Messer gezückt: Der Jüngere versetzte dem Älteren Stiche in den Brustkorb, der 53-Jährige starb in der Wohnung seines Bruders. Der Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen.

Der mutmaßliche Täter wurde noch in der gleichen Nacht vorläufig festgenommen, die Wohnung versiegelt. Tags darauf wurde er dem Haftrichter vorgeführt, es wurde Haftbefehl erlassen. Die Leiche des 53-Jährigen wurde obduziert, um die Todesursache festzustellen.

Zunächst wollte die Staatsanwaltschaft keine Angaben dazu machen, wer gegen wen zuerst das Messer gezückt hatte. Die Beamten der Kriminalpolizeidirektion Rottweil hatten die Ermittlungen aufgenommen.

Dem Vernehmen nach waren zwischen den beiden Brüdern – beide Metzger von Beruf – schon öfters die Fetzen geflogen. Bekannte der beiden Männer sprachen von einer Art Hassliebe: Immer wieder sei gestritten worden, danach habe man sich wieder versöhnt. Erst zwei Wochen vor der Bluttat hätten die Brüder in Pfeffingen bei Bekannten gemeinsam einen Baum gefällt.

Wenn es zu Auseinandersetzungen zwischen den Beiden gekommen sei, dann sei häufig Alkohol im Spiel gewesen, heißt es aus Bekanntenkreisen. Der Jüngere habe eine Drogenkarriere hinter sich und sei polizeilich bekannt. Er sei schon mehrfach zu Haftstrafen verurteilt worden und sei zur Tatzeit erst seit wenigen Monaten wieder auf freiem Fuß gewesen. Die Wohnung in Tailfingen, in der er mit seiner Lebensgefährtin lebte, hatte er auch erst seit kurzem gemietet. Man mochte ihn, hieß es aus seinem Umfeld: Von Bekannten wurde er als "charismatisch" und "liebenswürdig" beschrieben.

Anders der Ältere, von dem es hieß, er sei ein "Choleriker", aber "fleißig und leutselig": Nachdem zwei Ehen gescheitert seien, habe er nicht mehr so recht Fuß gefasst, sei nach und nach verwahrlost, hieß es.

Der 51-jährige Beschuldigte sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Prozessbeginn werde voraussichtlich Ende Juni sein, hieß es gestern.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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