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Albstadt Nur eine Kleinigkeit wurde vermisst: der Gipfelschnaps

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Sechs Älbler waren in den Alpen unterwegs. Foto: Keinath Foto: Schwarzwälder Bote

Albstadt-Ebingen. Eine Hochtour auf das 4153 Meter hohe Bishorn im Wallis hat ein halbes Dutzend Alpinisten vom Deutschen Alpenverein Ebingen unternommen. Was die technischen Schwierigkeiten angeht zählt das Bishorn zu den "einfachsten" Viertausendern der Alpen, aber dafür sind die konditionellen Anforderungen beträchtlich – keine Bahn kürzt den Aufstieg ab, was bedeutet, dass ein Hüttenzustieg von 1600 Höhenmetern in Kauf genommen werden muss.

Diese bewältigten die Tourengänger von der Alb in einer rekordverdächtigen Zeit, nämlich in weniger als vier Stunden – schon da war zeichnete sich ab, dass die Truppe konditionell stark war.

Es folgte der Aufstieg zur 3256 Meter hoch gelegenen Tracuit Hütte – dank Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen ein purer Genuss. Ein Mitglied der Gruppe zog daraus die Konsequenz, die Hälfte des Weges barfuß zurückzulegen – aber vielleicht, so mutmaßten die anderen, wollte er auch einfach nur angeben. Die Tracuit Hütte ist eine ausgesprochen moderne Berghütte und kann an die 150 Personen aufnehmen – dank der eher ungünstigen Wetterprognose hatten die schwäbischen Alpinisten jedoch ein ganzes für immerhin zwölf Personen ausgelegtes Bettenlager für sich allein.

Der nächste Tag war der "Gipfeltag" und begann um 4.30 Uhr mit den Frühstück in der Hütte. Man ließ es gemütlich angehen, denn über Nacht war ein dichter Hochnebel aufgezogen, und die Wetteraussichten waren nicht gerade optimal. Immerhin zeichnete sich eine Verbesserung ab, und so brach man dann doch gegen 6.30 Uhr auf – trotz anhaltenden Nebels. In drei Stunden stieg die Gruppe von 3256 Metern über den Trutmanngletscher auf den Gipfel des Bishorns auf; von dort bot sich, da der Hochnebel sich bereits nach der Hälfte der Zeit verzogen hatte, der Blick auf ein wunderschönes Bergpanorama – ganz wie es der Seilschaftmeteorologe vorausgesagt hatte. Da es jedoch oben stark windete, beschlossen die Gipfelstürmer, die Vesperpause in die Tracuit Hütte zu verlegen, den Gipfelaufenthalt abzukürzen und es bei einem Gipfelbild mit dem majestätischen Nordgrat des Weißhorns im Hintergrund zu belassen.

Für den Abstieg benötigte die Gruppe keine 60 Minuten – langsam aufkommende Hungergefühle dürften eine gewisse Rolle gespielt haben. In der Hütte gab es eine Suppe, und danach brachten die schwäbischen Tourengänger den restlichen Abstieg ins Tal hinter sich. Unterwegs boten sich fantastische Ausblicke; das Wetter war jetzt ausgezeichnet – nur die Beine wurden allmählich beim einen oder anderen schwer.

Fazit: Es war ein rundum gelungenes, perfekt geplantes und organisiertes Wochenende mit einer hervorragend abgestimmten Seilschaft. Das einzige, was sich vielleicht noch verbessern ließe: Beim nächsten Mal sollte der Gipfelschnaps nicht fehlen.

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