Neben Kröten sind im Frühjahr auch Frösche unterwegs, beispielsweise Grasfrösche (unser Bild). Foto: Andreas Röcker

Die Saison der Krötenwanderung hat begonnen. Entlang mancher Straßen werden Schutzzäune für die Amphibien aufgestellt.

Jeder Autofahrer kennt das Schild: „Vorsicht Krötenwanderung“ warnt ein Verkehrszeichen an Straßen, die an stehenden Gewässern vorbeiführen, in welche sich die Kriechtiere gerne zur Laichzeit zurückziehen.

 

Zum Schutz der Amphibien stellen dann Mitarbeiter der Städte und Gemeinden sowie Mitglieder der Naturschutzvereine Schutzzäune auf, welche die Tiere davon abhalten, über die Straße in den Teich zu krabbeln. Sie müssen auch die Eimer kontrollieren, in denen die Kröten landen, und diese zum Wasser bringen. Die Straßenmeistereien stellen nach Angaben des Landratsamts die Schilder auf und bauen sie nach Ende der Saison wieder ab.

Schutzzäune beim Erlenbachhof und dem Espelberg

Im Bereich Rosenfeld ist der Behörde als Stelle für Amphibienwanderungen die Kreisstraße 7131 östlich von Leidringen in Richtung Erzingen bekannt, speziell auf der Höhe des Erlenbachhofs und des Espelbergs. Dort werden jährlich Schutzzäune errichtet. Auf mehr als 200 Metern Länge werden die Amphibien dort davon abgehalten, aus den Tümpeln und dem Wassergraben den gefährlichen Weg über die Straße anzutreten.

Auf mehr als 200 Metern werden beim Erlenbachhof Amphibien dort davon abgehalten, aus den Tümpeln und dem Wassergraben den gefährlichen Weg über die Straße anzutreten. Foto: Wolf-Ulrich Schnurr

„In der Regel werden derartige Zäune hier im Kreis wegen der Wanderungen von Erdkröte und Grasfrosch errichtet“, weiß Herbert Fuchs vom Naturschutzbund (Nabu) im Zollernalbkreis. „Aber auch andere Amphibienarten sind mitunter auf ihren Wanderungen durch Straßen gefährdet, die ihre traditionellen Wandergebiete durchschneiden.“

Folgende Arten kommen im Zollernalbkreis vor: Feuersalamander, Bergmolch, Kammmolch, Fadenmolch und Teichmolch, Erdkröte, Kreuzkröte, Gelbbauchunke, Laubfrosch, Grasfrosch, Teichfrosch und Kleiner Wasserfrosch.

Sicher in diesem Foto: Wolf-Ulrich Schnurr