Ihre Ausbildung liegt noch nicht lange zurück, aber Alina Ganter übernimmt bereits Verantwortung. Die 20-Jährige folgt auf Ute Meier, die in den Ruhestand geht.
Ute Meier, viele Jahre Leiterin des Kindergartens St. Sebastian in Nußbach, geht demnächst in den Ruhestand. Sie hat sich als Leiterin bereits zurückgezogen und ihre Nachfolge in die Wege geleitet.
Ein wenig mochten die Eltern, deren Kinder jüngst in den Kindergarten kamen, überrascht gewesen sein. Denn neue Leiterin ist seit 1. September die 20-jährige Alina Ganter aus St. Georgen. Sie hat dieses Jahr ihr Examen bestanden und ist nun offiziell „Bachelor of Arts“. Wie kommt es, dass eine so junge Mitarbeiterin einen Kindergarten leitet?
Starke Fürsprecher
Die Eltern der Kinder, die bereits vor dem Wechsel den Kindergarten besuchten, hatten sich – ebenso wie Kolleginnen – für die junge Frau stark gemacht, auch ihre Vorgängerin.
„Und tatsächlich konnte sie uns bei ihrem Vorstellungsgespräch überzeugen und sie hat uns bisher nicht enttäuscht“, schildert Kindergarten-Geschäftsführerin Silke Speiser von der katholischen Verrechnungsstelle. Obwohl das Ende ihrer Ausbildung noch nicht lange zurückliegt, kennt Alina Ganter den Kindergarten Nußbach bereits viel länger: Nach ihrer Schulzeit hat sie bereits ein Freiwilliges Soziales Jahr und ihr einjähriges Vorpraktikum hier absolviert.
Man habe die junge Frau natürlich nicht ganz ins kalte Wasser geworfen, erklärte Silke Speiser im Gespräch vor Ort. „Ich konnte einige Wochen spannende Einblicke beim Leitungsteam Sebastian Storz und Simon Wiesenbach in der Schonacher Einrichtung St. Raphael erhalten, das war sehr hilfreich“, räumt Ganter ein. Sie dürfe sich bei ihren älteren Leitungskolleginnen und -kollegen auch jederzeit melden. Und nachdem sie sich beim Pfarrgemeinderat vorgestellt hatte, gab auch der „grünes Licht“.
Zunächst für zwei Jahre
So ist Alina Ganter für zunächst zwei Jahre Leiterin von St. Sebastian mit seinen zweieinhalb Gruppen. „Wenn wir nach einem Jahr feststellen, dass es passt, sind diese zwei Jahre nicht in Stein gemeißelt“, betont Speiser. Ganter habe alle überrascht, da sie sehr motiviert arbeite und bereit sei, auch Neues zu wagen.