Supertalent in Aktion: Hoffenheims Tom Bischof war am Samstagmittag der überragende Akteur auf dem Platz. Foto: Kara

Das war nichts: Die TSG Balingen kassiert gegen die TSG Hoffenheim II eine deutliche Heimniederlage. Während die Gäste weiterhin im Meisterrennen sind, ist der Abstieg der Balinger im Prinzip endgültig besiegelt.

Nach den Ausfällen von Matthias Schmitz und Nyamekye-Awortwie Grant war bereits im Vorfeld klar, dass Murat Isik seine Innenverteidigung umbesetzen muss. Er entschied sich für Sascha Eisele – der von Levis Schaber auf rechts vertreten wurde – und zauberte zudem Leon Mathauer als linken Innenverteidiger aus dem Hut. Dieser hatte letztmals am 30. April 2022 eine Partie in der Regionalliga bestritten.

 

Früher Wechsel

Die TSG startete durchaus engagiert und hatte durch Marko Pilic auch den ersten Abschluss der Partie. In der 12. Minute musste dann Levis Schaber verletzungsbedingt vom Platz und wurde durch Luca Campanile ersetzt, der sein Debüt im TSG-Dress gab. Mit hohem Pressing stressten die Hausherren den Tabellenzweiten und wären in der 18. Minute nach einer mehr als kuriosen Szene fast in Führung gegangen. Ein verunglückter Rückpass von Luka-Mikael Hyryläinen landete auf der Latte, anschließend behinderten sich Halim Eroglu und Henry Seeger gegenseitig.

Nahuel Noll verhindert dann mit einer starken Parade nach Distanzschuss von Pilic ebenfalls das 1:0. Nach 24 Minuten klingelte es dann auf der anderen Seite. Nach einem Fehlpass von Samuel Schneider schaltete „Hoffe Zwo“ schnell um und Uche Destiny Obiogumu verwandelte eiskalt. Von diesem Zeitpunkt an war es ein komplett anderes Spiel. Hoffenheim ließ den Ball nun spielerisch leicht durch die eigenen Reihen laufen, die TSG machte hingegen Fehler um Fehler.

Bischof überragt

Nach 34 Minuten erhöhte Obiogumu herrlich auf 2:0. Nach einem Chipball vollendete er vor Binanzer mit der Hacke. Es war nun ein Klassenunterschied zu sehen und von vielen guten Gästeakteuren ragte Tom Bischof heraus. Das 18-jährige Eigengewächs, welches bereits 23 Mal in der Bundesliga aufgelaufen ist, strahlte eine unglaubliche Dynamik, Eleganz und Ruhe in seinen Aktionen aus. So bediente er kurz vor der Pause Andu Kelati, welcher frei vor Binanzer den dritten Treffer erzielte (44.).

Nach der Pause kam die TSG zunächst kurzzeitig mit frischer Energie zurück, ein kapitaler Fehler des überforderten Campanile lud aber die Gäste aus dem Kraichgau zum Toreschießen ein. Bischof luchste ihm den Ball ab und markierte das 0:4 aus Sicht der Hausherren (52.).

Ferdinand an die Latte

Das Spiel war nun endgültig gelaufen. Die TSG hatte offensiv noch die ein oder andere Möglichkeit: So verzog Schneider knapp (53.), Jan Ferdinand traf kurz nach seiner Einwechslung die Latte (65.) und auch Leander Vochatzer setzte den Ball knapp neben den Gasten (77.). Auch die TSG aus Hoffenheim blieb aber brandgefährlich. Bambase Conte stellte mit einem abgefälschten Schuss auf 0:5 (71.). Weitere Gelegenheiten blieben ungenutzt – unter dem Strich steht damit ein mehr als souveräner Sieg der Hoffenheimer.