Von Ingrid Vögele

Vöhringen. Zu einer besinnlichen Stunde hatte der Gesangverein "Frohsinn" in die Vöhringer Petruskirche eingeladen. Zu Gast war die Chorgemeinschaft "Concordia“ Glatten- "Harmonie" Dietersweiler.

In die Stille nach dem Glockenläuten erklang fröhlich die Botschaft von der Geburt Jesu, als hell leuchtender Stern über allem stehend, die im Adventslied "Die Nacht ist vorgedrungen" noch bestätigt wurde. Weihnachten, was war das noch? Erinnerungen an Wunder, die geschehen, an Musik, die ein Stück vom Himmel bringt und an helle Sterne in der Nacht wurden mit "Dezemberträume" vom gemischten Chor unter Tim-Phillip Koch wachgerüttelt.

In die Welt der Gospels entführte die stimmgewaltige Chorgemeinschaft mit Ulrich Binder und gab Zeugnis von der Botschaft, die die ganze Welt umspannt. Eindringliche Wiederholungen in "Open up wide", untermalt von Congaklängen, öffneten Tore und Herzen gleichermaßen. In die Geschichte weit zurückblickend, vernahm man im erzählenden Solovortrag das Leid Israels in Ägypten. Beeindruckender hätte die Mosesbitte "Let my people go" vom ganzen Chor nicht vorgebracht werden können. Nach weiteren Gospeln wurden die Zuhörer noch mit "Mary’s Boychild" von Boney M. überrascht. Am Klavier und an den Congas begleiteten Regina Binder und Gabriel Hellinger.

Advent und Weihnachten werden von allen christlich geprägten Kulturen auf ihre Weise gefeiert. Die "Young Voices" mit Leiter Stephan Willing zeigten die Freude im englischsprachigen Raum. Im "Halleluja" wurde sie nicht nur durch die Musik verdeutlicht, sondern auch mitgelebt und war im lange ausklingenden Schluss den Mienen der Sänger abzulesen. Timo Bossenmaier begleitete an der E-Gitarre. Ein besinnliches "What Child is this" verwies auf die Engelsbotschaft an die Hirten. Der Funke sprang über beim "Sign of the Son", der Rhythmus wurde fröhlich mitgeklatscht. Einstimmig kantatenhaft rundete "Come praise the Lord" diesen Liedblock ab. Der Advent geht zu Ende. Weihnachten ist nah. So war auch das Konzert konzipiert.

Der gemischte Chor brachte mit neuerem Liedgut auch Nachdenkliches. "Seht die gute Zeit ist nah", feinfühlig dargeboten, verheißt einen Gott, der für alle da ist. Weihnachten zeigt, dass trotz Hass und Krieg die uralte Botschaft der Bibel die Menschen eint und froh macht. Am Klavier begleitete Michael Koch, Posaune und Trompete ließen Sebastian Schaal und Tim-Phillip Koch erschallen.

In seinem Segenswort dankte Pfarrer Gottfried Kircher für die "erklungene Vielfalt, die einem Vorgeschmack vom Himmel auf der Erde gleichkam", den er allen in dieser Vorweihnachtszeit wünsche. Der Abend traf den Geschmack der Zuhörer und alle Mitwirkenden wurden mit langem Applaus belohnt.