Von Cornelia Spitz

Villingen-Schwenningen. "Villingen – damals und heute" interessiert offenbar brennend. Der gleichnamige Vortrag am 15. März im Rahmen des Medienfestivals von Michael Hoyer (15. bis 17. März) ist fast ausverkauft. Nur noch wenige Restkarten sind verfügbar, so der Veranstalter. Und weil der Vortrag mit dem Ur-Villinger und renommierten Anwalt Wolfgang Berweck sowie den Fotografen Michael Kienzler und Hans-Jürgen Götz so gut ankommt, trägt sich der Veranstalter Michael Hoyer jetzt mit dem Gedanken, "eine Zusatzveranstaltung zu machen".

Er befindet sich quasi auf der Zielgeraden in der Organisation des Festivals, das alle zwei Jahre rund 5000 Besucher in die Neue Tonhalle lockt. Ein solches Event im ländlichen Raum anzubieten, ist ein ehrgeiziges Unterfangen. Und das macht sich diesmal besonders deutlich bemerkbar: Global Player wie Adobe, Canon und Nikon, die traditionell Partner des Events waren, haben sich zurückgezogen, bedauert Michael Hoyer. Ihm sei auf seine Sponsoring-Anfrage an die Weltfirmen unverblümt geantwortet worden, das Konzept und das Festival seien zwar eine tolle Sache, Villingen-Schwenningen aber einfach ein zu unbedeutendes Pflaster für ein Engagement der Riesen: "Ich solle diese Veranstaltung in Freiburg oder Offenburg durchziehen, dann wären sie dabei." Doch Hoyer blieb Villingen treu und freut sich über enormen Zuspruch: Nur noch eine Standfläche für die begleitende Medienmesse ist frei. Und schon jetzt gingen qualitativ extrem hochwertige Einreichungen für den Wettbewerb um den Preis beim Medienfestival, den Blue Genius, ein. Dabei messen sich sich die Macher von Kurzfilmen, Trickfilmen, 3D-Animationen und HDAV-Produktionen miteinander.

Alles bestens also, und das, obwohl der Veranstalter auch an anderer Front auf unbequeme Bedingungen stößt: In Mannheim findet zur selben Zeit das Trickfilmfestival statt, das alle Prominenz aus dem Staatsministerium bindet. Vor Ort stiehlt es dem Villinger Medienfestival die Show aber nicht. Der Run auf die 17 Veranstaltungen, darunter Workshops für Filmfreunde, Medienmacher und solche, die es werden wollen, hat längst eingesetzt. Die Region ist gespannt – und Michael Hoyer freut sich aufs Probegucken: Nach dem Einsendeschluss für die Medienproduktionen am 8. Januar setzt er sich mit seiner wechselnd besetzten Vor-Jury vor den Bildschirm und sieht die Kurzfilme an, um die 35 besten Produktionen auszuwählen, die ins Rennen um den Medienaward gehen. Dann mal: Film ab!

Weitere Informationen: Zum Medienfestival und Teilnahmebedingungen unter www.medienfestival.net. Zur Event-Reihe "story VS": www.story-vs.de – dort gibt es Tickets für "Villingen damals und heute" oder andere Vorträge sowie Gutscheine. Weitere Vorverkaufsstellen: alle Geschäftsstellen des Schwarzwälder Boten, Mory’s Hofbuchhandlung, Tourist-Infos Villingen und Schwenningen und Reisebüro Bühler.