Von Willi Zimmermann

VS-Villingen. Punkt Mitternacht zum Dreikönigstag begann für die Villinger Schanzel-Zunft beginnt die närrische Jahreszeit mit der Taufe ihrer neuen aktiven Mitglieder.

Zum vorangegangenen Bunten Abend hießen die Schanzel wieder zahlreiche Gäste aus Nah und Fern willkommen, denen das kleine abwechslungsreiche Programm guten Anklang fand. Gut gefüllt waren die Räumlichkeiten des Jugendhauses und der Scheuer. Sehr viel junges Publikum war dabei, Familien mit Kindern und die Oldies passten ebenso sehr gut in die Runde. Unter den Gästen konnten sie nicht nur Gesichter einheimischer Vereine ausmachen, sondern auch von auswärts.

Die einzelnen Programmpunkte waren kurz und prägnant, erstmals traten die Schanzel-Teenies mit ihren Tänzen auf. Musikalisch aufgelockert wurde das Programm von den Villinger Schalmeien.

Höhepunkt war die Schanzeltaufe Punkt Mitternacht vor dem dicht umlagerten Taufkessel. Das Publikum konnte die Prozedur hautnah mit verfolgen. Aus der Tiefe des Waldes strömten die Schanzel hervor, waren mit ihren hellen Glöckchen auf einmal unerwartet im gesamten Raum präsent, begutachteten das Publikum zunächst liebevoll, um dann plötzlich die noch ungläubigen Narren aus dem Publikum herauszufiltern um sie zum Taufkessel zu zerren.

Wirklich appetitlich schaut der Schanzelsud nicht unbedingt aus, besteht jedoch ausschließlich aus genießbaren Materialien des Kräuter- und Gemüsegartens. Wer den Sud im Selbstversuch getestet hat, weiß, dass es die Zusammensetzung macht.

Die Vorfreude der Täuflinge auf den kulinarischen Genuss hielt sich auch sichtlich in Grenzen. Vier Täuflinge wurden nach der Verkostung des Suds vollwertige Schanzelmitglieder: Lara Sasso, Sebastian Jäckle, Matthias Tilly und Jasmine Benz haben von nun an das Recht, Häs und Scheme zu tragen. Übrigens, der Sudkessel darf traditionell von den Täuflingen am nächsten Tag gereinigt werden.

Doch dann geschah unerwartetes, noch nie Dagewesenes. Das Publikum machte sich scharenweise über den übrig gebliebenen Sud her. So ganz freiwillig, wie im Herdentrieb. Etwas fischig habe es geschmeckt, wurde kommentiert. Man verstieg sich sogar zu der Äußerung "Gourmet-Essen".

Überdies hat die Schanzelzunft zahlreiche aktive und passive Mitglieder geehrt: Monika Fritschi, Maren Kolb (fünf Jahre passiv); Sandra Hesse, Stanley Hesse, Sunique Hesse, Stefan Rustler, Martina Rustler, Philipp Rustler, Mathhias Uhrig, Steffi Uhrig, Sandra Osterburg, Max Osterburg (fünf Jahre aktiv); Michaela Schramm, Nicole Dimpfl (zehn Jahre aktiv); Kirstin Fritschi, Norman Fritschi, Selina Fritschi (15 Jahre aktiv); Alexander Zwer, Monika Zwer und Stefan Zwer (20 Jahre passiv). Besonders geehrt wurde Kerstin Fritschi für ihre langjährige Vorstandsarbeit, insbesondere als Zunftmeisterin.