Villingen-Schwenningen Pegida-Aufmarsch wird international

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Am 27. Januar sah es so aus, heute wollen die Pegida-Anhänger mit internationaler Unterstützung mehr Teilnehmer aufbieten. Foto: Eich

Villingen-Schwenningen - Während auf dem Münsterplatz die Absperrgitter für die dritte Runde der Kundgebungen von Pegida und der Antifaschisten am Montagabend aufgebaut werden, rüsten sich beide Seiten, um möglichst viele Gleichgesinnte zu mobilisieren.

Vor allem wegen der erstmals internationalen Ausrichtung des Pegida-Aufmarschs wird von linker Seite befürchtet, dass auch Nazis aus der Schweiz und Österreich den Weg nach Villingen-Schwenningen finden. Die letzte Kundgebung der Sbh-Gida, ist man dort überzeugt, sei von Nazis unterlaufen gewesen. Zu dieser Überzeugung war man auch gelangt, weil auf Fotos aus dem Pegida-Block in der Villinger Kanzleigasse bei der letzten Kundgebung im Januar drei als Rechtsaktivisten bekannte Gesichter von Sympathisanten der NPD und der Freien Kräfte gesichtet worden waren.

Einige Internetauftritte von Teilen dieser Männer lassen in der Tat keinen Zweifel an ihrer Gesinnung, trotzdem weist man den Vorwurf seitens der Sbh-Gida scharf von sich weist: "Von einer Unterwanderung zu sprechen bei einer Teilnehmeranzahl von circa 120 Menschen der ersten Kundgebung, unter denen sich fünf Menschen der NPD beziehungsweise freien Kräfte befanden, scheint uns mehr als absurd", schreibt die Sbh-Gida dazu in ihrem Facebook-Auftritt. Auf Distanz zu diesen Mit-Demonstrierenden geht sie jedoch nicht: "Jeder der sich friedfertig für unsere Ziele einsetzt, unabhängig von Nationalität, Religions-/Parteizugehörigkeit, ist uns willkommen", heißt es weiter.

Für die "Pegida Dreiländereck Premierenkundgebung unter dem Motto: "Patriotische Europaer gegen die Islamisierung des Abenlandes" hat die Gruppierung zu zahlreicher Teilnahme aufgerufen. Und vorsichtshalber gibt sie den Teilnehmern gleich noch einen Rat mit auf den Weg: "Das Tragen von Kleidungsstücken oder Fahnen etc., die nicht gesetzeskonform sind, bitten wir ausdrücklich zu unterlassen." Als Redner für Montagabend kündigte die Sbh-Gida übrigens einen gebürtigen Sudanesen und Islamwissenschaftler, den Theologen Fouad Adel an. Und die "Patrioten", bittet man, mögen Taschenlampen mitbringen, um ein Zeichen zu setzen, denn man müse damit rechnen, "dass bei unserer morgigen Veranstaltung das Münster verdunkelt wird".

Auch die Gegenseite ist bereit. Die zurückliegende Spontandemo im Anschluss an die Pegida-Kundgebung in Villingen vom 26. Januar ist ihr lebhaft in Erinnerung, vor allem auch wegen der Auseinandersetzungen mit der Polizei. "Diese reagierte bei Beginn der Demonstration sehr aggressiv und verletzte einige Antifaschistinnen und Antifaschisten mit Knüppelschlägen, Fußtritten und Faustschlägen. Dennoch gelang es den DemonstrantInnen sich durchzusetzen und setzten die Demo fort."

Kein Wunder also, dass auch die Polizei in Alarmbereitschaft ist und trotz des überregional abflauenden Interesses rund um die Pegida-Kundgebungen Hundertschaften nach Villingen schickt.

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