VS-Villingen (bn). Er begann als Integrationsprojekt im Schilterhäusle, inzwischen ist der Kinderzirkus "Confetti" eines der Aushängeschilder des Turnvereins Villingen. In der Hoptbühlhalle führte das Artistenteam jetzt das Musical "Mary Poppins" auf. Gerade sind Larissa Eiternik und ihre kleinen Artisten aus Litauen preisgekrönt von einem Zirkusfestival zurückgekehrt und haben dafür die Proben für "Mary Poppins" unterbrochen. Zweimal in der Woche trainieren die Vier- bis 18-Jährigen jeweils zwei Stunden lang. "Das ist Leistungssport"", lässt die Übungsleiterin keinen Zweifel am Anspruch ihrer Gruppe.

Das Ergebnis in Form des aufgeführten Musicals spricht für den Trainingseifer der Gruppe – nahezu perfekte Körperbeherrschung, durchdachte Choreographie und eine Artistik, die staunen macht, genossen rund 250 Zuschauer. 36 kleine und große Zirkusartisten nahmen an dem Musical teil und waren stolz darauf, dass ihnen mit Katharina und Erika Eiternik, die 19- und 23-jährigen Töchter der Übungsleiterin, zwei Zirkus-Profis zur Seite standen – beide haben ihre Ausbildung an der Zirkusschule in Berlin hinter sich.

Die beiden übernahmen in erster Linie die männlichen Rollen in dem Stück über das extraordinäre Hausmädchen Mary Poppins, da die großen Jungen beim Zirkus "Confetti" ihre Teilnahme aufgrund des für sie zu tänzerisch und märchenhaft gewählten Themas versagt hatten.

Mit großer Hingabe zeigten alle "Confettis", was sie können, und das ist eine ganze Menge. Schon die Allerkleinsten beherrschen das Rad oder einen Spagat. Vor allem die Mädchen lieben und Beherrschen die Kontorsion, bei der die extrem biegsamen Körper aberwitzige Formen annehmen. Die Fortgeschrittenen unter ihnen beherrschen Kunststücke, wie man sie auch in einem renommierten Zirkus zu sehen bekommt.

Oder beim nächsten "Sport-Cocktail" des Turnvereins Villingen am 2. März. Da wirkt auch der Zirkus "Confetti" mit.