Villingen-Schwenningen Jobs for Future: "Ausprobieren ist hier angesagt"

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Foto: Kienzler

Villingen-Schwenningen - Positiv überrascht vom breiten Angebot zeigte sich IHK-Präsident Dieter Teufel, als er gestern Morgen die 14. Jobs for Future eröffnete. Denn mit mehr als 260 Ausstellern lockt die beliebte Berufemesse bis Samstag wieder nach Schwenningen.

Dass die Jobs for Future in den vergangenen Jahren zu einem "etablierten Hotspot" zum Thema Arbeitsplätze, Aus- und Weiterbildung geworden ist, darin waren sich die Gäste, darunter mehrere Kreis- und Stadträte sowie Landtagskandidaten, mit Messe-Betriebsleiterin Patricia Leppert gewiss einig. Zur Attraktivität und Vielfalt der Messe trügen nicht nur die Kooperationspartner, sondern auch die zahlreichen Unternehmen, Schulen und Institutionen bei.

Neugierig machte Leppert auf das neue Projekt "UFO Das Unternehmen – Fachbereiche und Organisation", ein fiktives Unternehmen am Beispiel der Zerspanungsindustrie. Indem die jungen Besucher einen interaktiven Parcours durchlaufen, sollen sie Zusammenhänge und Prozesse eines Unternehmens kennenlernen und verstehen. Als Vorbereitung hatten 1200 Schüler, die gestern und heute die Messe besuchen, aus der Region ein Jojo entworfen und in Produktion gegeben.

Nicht nur anhand des UFO-Projekts, das die Messegesellschaft in Kooperation mit dem GVD, der IHK, der Bundesagentur für Arbeit sowie dem Schulamt auf die Beine gestellt hat, betonte Oberbürgermeister Rupert Kubon indes den innovativen Charakter der Jobs for Future: "Die Messe ist ein idealer Raum, um junge Menschen und Unternehmen zusammenzubringen. Sie wird sich immer weiterentwickeln."

Einerseits sei es für junge Menschen nicht leicht, sich auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu orientieren, und daher umso wichtiger, Infos und Tipps von Experten zu bekommen und die Chancen für sich zu nutzen. Andererseits, so Kubon weiter, fordere der Fachkräftemangel aber auch die Unternehmen heraus, qualifizierte Menschen in der Region zu finden.

In diesem Zusammenhang verwies der Oberbürgermeister auf ein Projekt zwischen Stadt, IHK und Handwerkskammer, das Flüchtlingen einen B2-Sprachkurs ermöglichen soll – als Voraussetzung für eine Berufsschulausbildung und folglich verbesserte Chancen am Arbeitsmarkt.

"Ausprobieren ist hier angesagt", meinte derweil IHK-Präsident Dieter Teufel mit direkter Empfehlung an die Jugendlichen, den Unternehmen auf Augenhöhe zu begegnen und in die verschiedenen Berufssparten hineinzuschnuppern. Teufel spannte den Bogen zwischen dem Jahr 2004, als die DIHK den Ausbildungs- und Fach­kräftepakt ins Leben gerufen und er zunächst nicht an den Erfolg geglaubt hatte, und dem Jahr 2016 mit gegenteiligem Status Quo: "Heute befinden sich die Jugendlichen in einer paradiesischen Situation. Sie sind so gefragt wie selten zuvor."

Ein flammendes Plädoyer hielt der IHK-Präsident zunächst für die duale Ausbildung, die den Jugendlichen interessante Möglichkeiten biete und mit der sie auch ohne Studium einen Bachelor-Abschluss erlangen könnten. Dann hob er die "hervorragende Position" der regionalen Unternehmen am Weltmarkt hervor. Es sei unglaublich, welche Qualität die Betriebe bewiesen. So hätten auch die Jugendlichen stets die Möglichkeit, sich ­weiterzuentwickeln und auch durch die hier ansässigen Unternehmen einmal internationale Erfahrungen sammeln zu können. Dieter Teufel: "Bleiben Sie in der Region und nutzen Sie ihre Chance – es lohnt sich."

Beim anschließenden Messerundgang erhielten die Gäste einen Einblick in die verschiedenen Unternehmen sowie Institutionen und versuchten sich selber am Glücksrad, Tischkicker oder Autosimulator.

Die Jobs for Future ist noch bis zum morgigen Samstag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Eintritt und Parken sind frei.

  
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