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Villingen-Schwenningen Intelligent, tiefgründig, und doch witzig

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Mit seinem Programm "Irgendwas ist immer" sang sich der Wahl-Hamburger Liedermacher Ludwig Johann Trommsdorff am Freitagabend schnell in die Herzen der Besucher von Härings Kulturcafé. Foto: Trenkle Foto: Schwarzwälder-Bote

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VS-Schwenningen. Etwas in die Zeiten von Reinhard Mey zurückversetzen konnten sich am Freitagabend die Besucher von Härings Kulturcafé. Zu Besuch war der Wahl-Hamburger Liedermacher Ludwig Johann Trommsdorff mit seinem Programm "Irgendwas ist immer!"

Obwohl er mit dem Lied "Bahncard 100" als Traum für sich kräftig Werbung für das Bahnfahren quer durchs Land machte, war dieses keine Auftragsarbeit der Deutschen Bundesbahn. Der einzig jemals bei ihm bestellte Werbesong galt der Unterstützung einer Selbsthilfe-Aktion "Schenke eine Ziege" in Uganda. Dieser gönnte er auch den Erlös des CD-Verkaufs in der Pause.

Liebevoll vorgetragene Geschichten aus dem Alltag mit meist unerwarteten Wendungen waren von dem Sänger mit bayrischem "Migrationshintergrund" zu hören. So beispielsweise aus dessen Studentenzeit im Freiburger Stadtteil Wiehre, bei der im Treppenhaus oft ein verlockender Pizzaduft wehte und seinen ehedem vorhandenen Hunger kräftig befeuerte.

In den Songs taucht auch mal ein Elefant im Isartal auf oder in allerlei Verstecken sitzende Liebhaber der Russin Natascha, welche sich schließlich zum Kartenspiel und Wodka-Trinken treffen und dabei ihre Freundin schließlich links liegen lassen. An das Studium erinnert auch ein Lied, welches er seinen damaligen Professoren im Nachhinein widmete. Heute steht er selbst im Gymnasium als ein Lehrkörper für Latein, Sport, Englisch und Chorleitung vor vielen Lernenden und nimmt sich mit dem Lied "Herr Trommsdorff" auch selbst als Lehrer auf die Schippe: Letztlich übereinstimmten Lehrer- und Schülermeinung ehedem nur dort, wo es ums Wochenende und die Ferien ginge. Schwärmte Mey einst von der "handgemachten Musik" ist bei Trommsdorff viele Jahre festzustellen, dass es diese immer noch gibt.

Das Fingerpicking ist hervorragend

Mundharmonika und Gitarre reichen aus. Das Fingerpicking auf der akustischen Gitarre des in Mittenwald geborenen Liedermachers ist hervorragend und die Texte sind witzig, intelligent, tiefgründig; leider kam zumindest in Schwenningen die Stimme des ehemaligen Regensburger Domspatzen dem Stand von Komposition und Text nicht ganz hinterher – ein näselnder Klang ohne Tiefe trübte den Musikgenuss im ehemaligen Tanzsaal.

Eigentlich wollte Trommsdorff in Süddeutschland seine neue CD in einer ganzen Tournee vorstellen. Daraus aber ist leider nichts geworden: Der Auftritt in Härings Kulturcafé, initiiert von Rolf Klaiber, der aufgrund eines Besuchertipps auf Trommsdorff aufmerksam wurde und ihn einlud, ist somit der einzige im Süden. Immerhin kamen aus Freiburg sogar einige Fans in die Neckarstadt.

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