Tuningen (maz). Auf eine für alle Bürger durchsichtige Entscheidungsfindung in Sachen Gefängnisneubau auf Tuninger und Weigheimer Gemarkung setzt Bürgermeister Jürgen Roth. "Zu betonen ist, dass noch keine Entscheidung in den Gremien getroffen wurde und dass die Landesregierung das Vorhaben gegen den Willen der Kommune nicht durchsetzen kann", erklärte er gestern Abend in der Gemeinderatssitzung. In einem Telefongespräch habe Landesjustizminister Rainer Stickelberger eingeräumt, dass die Gemeinderäte die grundsätzliche Entscheidung im Rahmen der Bauleitplanung treffen. "Wir werden uns mit dem Thema in aller Ruhe beschäftigen und nach Kenntnis der erforderlichen Für- und Wider-Argumente in die nächste Phase des Entscheidungsprozesses einsteigen", gibt Roth die Marschroute vor, die er gemeinsam mit Rupert Kubon, Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen, abgesteckt hat. Er biete allen Bürgern die Gelegenheit, sich ein Bild von dem möglichen Bau einer Justizvollzugsanstalt und seinen Auswirkungen zu machen. Um die Einwohner von Anfang an einzubinden, soll eine Rubrik auf der Homepage der Gemeinde unter www.tuningen.de eingerichtet werden.

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