Sulz a. N. Heiteres Promiraten der Narrenzunft

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Jens Keucher (von links), Jörg Heindel, Theamina Heindel, Zunftmeister Thomas Freund, Marion Kreth, Michael De Chiara und Axel Heindel sind beim Promiraten dabei. Foto: Heidepriem

Sulz - "Chacalaca" – die Sulzer Narren, die beim Promiraten mitraten durften, wussten sehr schnell Bescheid, wer in diesem Jahr im Häs und unter der Maske steckte. Der "Hecht" platzte in der heißen Phase aus allen Nähten, zumal auch die Schantlekapelle wesentlich früher als in den vergangenen Jahren für Stimmung sorgten.

Mittendrin, da fühlte sich Zunftmeister Thomas Freund so richtig wohl. Er hatte den Staubwedel mitgebracht und brachte nicht nur die Masken auf Hochglanz. Schriftführerin Gitta Bienert hatte zuvor die Fasnetstermine des Jahres mitgebracht: 2017 steht der runde Geburtstag im Mittelpunkt. 80 Jahre alt wird die Narrenzunft Sulz und feiert vom 11. bis 13. Februar im Rahmen des Ringtreffens.

Video vom Promiraten:

Darauf freuen sich die Sulzer Narren, doch am Dreikönigstag war es das traditionelle Programm, das die Fasnetseuphorie weckte. Mit dem Pessimist startete das Promiraten. "Der kommt von oba ra" war die eindeutige erste Ansage und diese gab es noch mehrmals an diesem Abend. "Wissa will der au älles", Freund stellte das Interesse des Pesimissten in den Mittelpunkt und hakte nach – "der Schnellste isch er au nemme". Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Möglichkeiten noch groß.

Bei "er isch aber trotzdem viel auf dem Sportplatz" fiel sprichwörtlich der Groschen. "Mer sieht ehn oft im blauen Schurz" und dazu "am Sonntag macht er am liebsten Rote Wurst" – da war Theamina Heindel längst erkannt und unter großem Beifall gab es die erste Sektflasche als Preis.

Das Gegenstück des "Pessi" ist der "Optimist". Auch hier wurde sofort überlegt und nach "au der kommt net vom Städtle" kam "mit schwäbisch tut er sich a bissle schwer", "er hält sich viel in der Stadt auf" und "den siehst du in der Wirtschaft". Marion Kreth gab nachher zu, dass sie beim Schnaps trinken noch viel üben müsse.

Auch die Hexe ist fällig

Eine Familie im Dreierpack – so hätte das Motto für den Abend auch lauten können. Die Söhne von Theamina Heindel waren auch dabei, unter dem Salzsieder war Axel Heindel zu finden, der natürlich "vom Buckel ra kommt", ein "Frauenhaus betreut" und der "an Bällen au a Freud hat". "Der liegt öfters im Grünen" und deutlich "Der Friseur hat an dem au koa Freud" und dazu die Beschreibung "an der Fasnet blinkt der" halfen beim Raten.

Zwillingsbruder Jörg, bei dem schon eine Handbewegung reichte, um sich zu outen, und der eher unter dem Namen "Jogger" in Sulz bekannt ist, war auch dran. "Der hat ein einnehmendes Wesen", "Deam sei Lachen kennt Jedermann", "Fußballspielen hat der au scho probiert" und "Der kann au ein rechter Furzklemmer sei".

Da blieb mit Michael De Chiara ein weiteres Sulzer Urgestein übrig. Er war der, "der aus dem Städtle kommt" und "er kehrt net zu den Schlanken", dazu "den kannst überall im Flecken treffen", oder "er liebt die großen Töne", "Pulverdampf ischt deam net fremd". "Chacalaca isch sei Lieblingswort" – dies war die endgültige Entscheidung beim Erraten des Breagler unter dem sich "Detschi" versteckte.

Weiteres Video:

Immer zum Schluss kommt die agilste Figur der Sulzer Fasnet in den Raum. Heuer musste die Hexe auch vom Buckel runter kommen, um erraten zu werden. "Die siehst öfters mit em Kinderwagen", und demzufolge "isch er au beim Kinderfest immer dabei". "Wilde Tiere sind ihr Hobby", in Anspielung auf ihren Vorsitz bei den Pink Pämpärs wurde mit "Windeln sind ihr au net fremd" hingewiesen und "Musik isch Familientradition". Auch die flinke Sulzer Hexa musste am Ende ihre Maske abnehmen.

Die "Promis" freuten sich über den stimmungsvollen Abend, genauso wie die Narren an den Tischen. Die Schantlekapelle durfte noch einmal loslegen und auch die Hexen besangen "die kleine Kneipe". Alleinunterhalter Marcel Kipp hielt das Stimmungsbarometer lange hoch.

Alle hatten wieder großen Spaß daran, an irgendwelchen Eigenheiten zu erkennen, wer unter der Maske oder dem Häs steckt. Zum Teil ging es flott, zum Teil dauerte es. Zunftmeister Thomas Freund war begeistert von der Auftaktveranstaltung, die zeigte, dass die Sulzer Narren bereit sind für den 80. Geburtstag mit Ringtreffen und das gesamte närrische Programm.

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