Sulz-Holzhausen (wh). Gutes Wanderwetter hatten die rund 50 Neujahrswanderer aus Holzhausen, die sich vor dem Rathaus trafen, um nicht nur die frische Luft zu genießen, sondern auch Neues zu erfahren. Ziel war diesmal die Firma VBM-Medizintechnik GmbH. Inhaber Volker Bertram und Geschäftsführerin Ruth Lebold, die aus Holzhausen stammt, führten durch den Betrieb.

Ortsvorsteher Lutz Strobel informierte zunächst über die Ereignisse im vergangenen Jahr und gab einen Ausblick auf 2013.

In diesem Jahr steht der Ausbau der Oberen Straße samt Trennentwässerung mit Investitionen von rund einer Million Euro an. Ziel sei es auch, den Kindergarten und die Grundschule zu stärken. Es werde an einer gemeinsamen Lösung in Richtung Ganztagesbetreuung gearbeitet, kündigte Strobel an. Natürlich wird es auch 2013 das Ferienprogramm geben. Am 15. Januar findet dazu eine Klausursitzung für die Verantwortlichen und die Vereine, die sich einbringen, statt.

Ortsvorsteher Strobel freut sich schon jetzt auf das Spätzle-Spektakel der Firma Kipp am Pfingstsonntag im Rahmen der Sulzer Heimattage. Das 80-jährige Bestehen des FC Holzhausen wird im Mittelpunkt stehen. Vielleicht könne dabei der Aufstieg in die Landesliga mitgefeiert werden, hofft Strobel.

Während der Wanderung nach Kastell informierten Theo Plocher und Herwart Kopp über die Gewanne "Brände", "Rehbergen", und das "Leinental". Theo Plocher erzählte aus dem Dienstbuch des Flur- und Feldschützen so manche Anekdote.

Angekommen bei der Firma VBM-Medizintechnik empfingen Ruth Lebold und Volker Bertram die zahlreichen Gäste und gingen zunächst einmal auf die Geschichte der Firma ein, die im Jahr 1981 ihren Anfang in der Brühlstraße hatte. Die Erfolgsgeschichte ging auf Kastell weiter: Im Rhythmus von rund zwei Jahren wurde die Firma immer wieder erweitert und hat heute eine Nutzfläche von rund 10 000 Quadratmetern. Auch personell ging es stetig aufwärts. Momentan hat VBM 180 Mitarbeiter. Die Sulzer Firma gehört weltweit zu den Marktführern der Medizinbranche. Beatmungsprodukte für die Anästhesie und die Intensivpflege stellten Ruth Lebold und Bertram bei einem Rundgang durch die Firma vor. Die Produktpalette werde, so Bertram, jährlich größer.

Gestiegen seien jedoch auch die Vorgaben an die Qualität. Hier müsse viel investiert werden, um in die ganze Welt liefern zu können. Dass die soziale Komponente bei der Firma eine große Rolle spielt, freute die Besucher.