Sulz - Von zehn wurde rückwärts gezählt, und dann erstrahlte der Marktplatz im Lichterglanz. Lisa und Amelie hatten per Knopfdruck gestern Abend die Sulzer Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet. Bürgermeister Gerd Hieber hatte die beiden Mädchen dazu auf die Bühne geholt. "Es hat geklappt", freute er sich zusammen mit den vielen Besuchern.

"Sulz erstrahlt" war damit eröffnet. Zum zweiten Mal mit neuem Konzept auf dem Marktplatz: Die Stadt hatte sich vor einem Jahr dazu entschlossen, den Weihnachtsmarkt in einer anderen Form – ohne Krämerhändler – zu veranstalten. So waren auch diesmal wieder rings um den Marktplatz die Holzhütten mit den verschiedenen Anbietern platziert. Da gab es allerlei Selbstgebasteltes, etwa vom Kindergarten Kastell, weihnachtliche Holzfiguren, Süßigkeiten, Honig vom Imker, Kunsthandwerk und andere Geschenkideen für Weihnachten. Verlockend duftete es nach Gebratenem, Glühwein und Punsch.

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Bei dem kalten, aber trockenen Wetter waren die heißen Getränke besonders gefragt. Am HGV-Stand wurde beispielsweise das "Hannikel-Feuer" ausgeschenkt. Bei diesem Trunk konnten einem die niedrigen Temperaturen nichts mehr anhaben.

HGV-Vorsitzende Gislinde Sachsenmaier wünschte sich, dass die Marktbesucher möglichst viele Geschenke in Sulz einkaufen. Die Geschäfte in der Innenstadt hatten gestern denn auch bis 22 Uhr geöffnet. Außerdem startete der HGV eine Stiefelaktion: Die leer gebrachten Stiefel können die Kinder ab 6. Dezember in den HGV-Ladengeschäften wieder gefüllt abholen.

Bei "Sulz erstrahlt" war auch für ein größeres Programm gesorgt. Auf dem Lastwagen, der quer über der Straße vor dem Rathaus stand und als Bühne diente, spielte das Mühlbachtrio. Dort traten mehrere Gruppen mit ihren Darbietungen auf, so die "Young-Albeck-Voices", der Grundschulchor, der unter der Leitung von Judith Abele-Rothenhäusler die Weihnachtsbäckerei erklingen ließ, die Nachwuchsband der Realschule oder die Jagdhornbläser des Sulzer Hegerings.