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Stetten am kalten Markt Einsatzkräfte haben alle Hände voll zu tun

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Rettungskräfte proben den Ernstfall auf dem Truppenübungsplatz Heuberg. Foto: SDMG/Friebe

Stetten am kalten Markt - Die Krawalle zum G20-Gipfel in Hamburg haben gezeigt: Die Zusammenarbeit der Rettungsdienste mit den Einsatzkräften der Polizei ist wichtig. Aus diesem Grund hatten sich rund 140 Mitglieder des Roten Kreuzes, der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks zu einer Nachtübung getroffen.

Das Szenario lehnte sich am Gipfel in Hamburg an: Die Kräfte sollen beim internationalen G20-Gipfel in der Zollern-Alb-Region Unterstützung leisten. Mit dabei waren Kräfte der DRK-Einsatzeinheit eins aus dem Landkreis Esslingen, der Feuerwehren Leutenbach, Schwaikheim und Ostfildern sowie das Technische Hilfswerk (THW) der Standorte Heidenheim, Neuhausen, Kirchheim und Ostfildern.

Die Übung begann gegen 23 Uhr: Die Teilnehmer machten sich vom Biwak-Platz beim Truppenübungsplatz Heuberg auf den Weg zum Einsatzort. Die erste Alarmierung hatte es in sich: Ein radikaler Demonstrant hat einen Brandsatz in eine Jugendherberge geworfen. Durch das Feuer ließ sich ein Autofahrer ablenken und steuerte in einen Zug der Bahn. Dieser entgleiste daraufhin mit mehreren Personen. Das Sondereinsatzkommando (SEK) wurde alarmiert und ließ keine Rettungskräfte auf das Gelände.

Mit der Alarmierung startete die Nachtübung. Das THW musste zum Koordinieren der Situation eine Einsatzleitung errichten. Gefordert war vor allem die Beleuchtung in der Nacht und die Rettung der Verletzten. Die Feuerwehren wurden zur Brandbekämpfung in der Jugendherberge alarmiert, und das DRK musste den Verbandsplatz für eine größere Anzahl Verletzter aufbauen.

Als die THW-Helfer beim Fahrzeug ankamen, fanden sie den Fahrer bewusstlos und stark blutend. Die Autotüren ließen sich nicht öffnen, der Fahrer war eingeklemmt. Bei der Jugendherberge stießen die Feuerwehrleute auf verschlossene Türen und mussten daher in das Gebäude eindringen. Mehrere verletzte Personen warteten dringend auf Hilfe.

Für das Technische Hilfswerk wurde es schwierig, da das SEK sämtliche Beleuchtung der Bahn und des Gebäudes zu Ermittlungszwecken für sich beanspruchte. So war das THW gefordert, umgehend mehrere Beleuchtertrupps zu stellen. Diese hatten die Aufgabe, das Haus und die Unfallstelle beim Zug zu erhellen. Auch der Weg von der Bahn bis zum Haus musste mit Licht versehen werden.

Zahlreiche "Verletzte" werden versorgt

Mittlerweile stellte sich heraus, dass es bei der Entgleisung des Personenzugs mehr als zehn Verletzte gegeben hatte. Dort waren nun zwei Bergungsgruppen des THW gefordert, sich Zugang zu den Waggons zu verschaffen, um die verletzten Personen zu retten und zum Verbandsplatz zu transportieren. Mit Leitern, Bergetuch, Schleifkorb und Trage begannen die Einsatzkräfte mit der Aktion. Dabei oblag es dem THW auch, einen Manager der Bahn zu verständigen. Da nicht geprüft war, ob die Bahnstrecke stromlos ist, simulierte man mit einem Lichtblitz den Stromschlag. Zwei THW-Helfer verletzten sich und waren nicht mehr einsetzbar. Parallel zur Rettungsaktion an den Bahngleisen gab es einen weiteren Notruf: Auf dem Dach der Jugendherberge befinden sich verletzte Personen. Das THW war gefordert, entweder mit einem Leiterhebel oder schiefen Ebenen auf das Dach zu gelangen, um die Verletzten zu retten. Dabei galt es den Atemschutz zu beachten.

Die Feuerwehr erreichte eine weitere Nachricht: Der Gasversorger kann die Leitung nicht sofort abstellen. Von den Einsatzkräften wurde ein Blindgänger gefunden. Das hatte die sofortige Evakuierung und die Verständigung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes zur Folge.

Zuletzt meldete sich der Manager der Bahn und forderte, den Zug so schnell wie möglich fahrbereit zu machen. Die THW-Kräfte stellten ihn wieder auf.

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