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St. Georgen Sie liebt die Blumen und den Garten

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Gisela Blum inmitten ihrer Blumenpracht. Sie liebt Blumen und isst am liebsten selbst gezogenes Gemüse aus dem Garten. Foto: Kommert Foto: Schwarzwälder-Bote

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Am 1. August 1937 wurde Gisela Zuckschwerdt in Langenschiltach im Bruckenwald geboren. Sie war gerade mal ein Jahr alt, als ihr Vater an einer Angina starb. Das sollte nicht das einzige einschneidende ­Erlebnis in ihrem Leben bleiben.

St. Georgen. Offenbar trank er Wasser aus einem verschmutzten Bach, als er beim Bahnbau arbeitete. Als damals das Haus im Bruckenwald abbrannte, zog die Jubilarin mit ihrer Mutter für einige Zeit ins Gasthaus Adler, wo ihre Patin lebte. Kurz bevor sie in die Schule kam, heiratete ihre Mutter erneut und zog mit ihr an den Rupertsberg, genauer in die "Galetsch", die zu dieser Zeit aber zu Langenschiltach gehörte.

Sie habe das Glück gehabt, nach St. Georgen zur Schule gehen zu dürfen – "in Langenschiltach wurden die vier unteren Klassen zusammen unterrichtet", blickt sie zurück. Der Stiefvater unterhielt eine kleine Landwirtschaft mit zwei Kühen, da habe es immer Arbeit gegeben. Weil ihre Großmutter allein lebte, war auch sie zum neuen Ehemann der Mutter mitgezogen.

Leichen fallen aus Schrank

Dann kam das, was das Geburtstagskind als den "Umsturz" bezeichnet: Der Zweite Weltkrieg war verloren, die Franzosen marschierten ein. Viele Nazis hätten sich am Rupertsberg verschanzt. Sie kann sich erinnern, dass sich Männer in einem Schrank versteckt hatten, den die Kriegsgewinner von der Seite her beschossen und sie erlebte, wie die Leichen aus der sich öffnenden Tür fielen. Sie selbst und ihre Familie verschanzten sich im Keller einer Gaststätte, die es einst dort gab. Bei ihnen sei ein junger Belgier gewesen, der den Soldaten auf Französisch zurief, dass im Keller harmlose Zivilisten seien, "das hat uns allen vielleicht das Leben gerettet", vermutete sie. Viele schlimme Dinge habe sie damals gesehen, doch die Familie sei verschont geblieben.

Der Stiefvater kam in Gefangenschaft, wurde nach Clermont-Ferrand gebracht, wo man ihn nach einigen Monaten wieder entließ. 1951 wurde Gisela konfirmiert, "wir waren damals sehr viele Konfirmanden", erzählt sie. Nach der Schulentlassung aus der Volksschule im selben Jahr entschieden ihre Eltern, dass sie in verschiedenen Haushalten arbeiten sollte.

Arbeit in Haushalten

"Ich hätte lieber etwas Anderes gemacht", denkt sie im Nachhinein darüber. Sehr gut aber habe es ihr im Haushalt Weißenberger gefallen. Mit dem zog sie später auch um nach Bad Dürrheim, wo der Hausherr Bürgermeister und Kurdirektor wurde. Zwei Arbeitsjahre bei der Firma Dual empfand sie als sehr wichtige Erfahrung, mit einigen einstigen Arbeitskollegen hat sie noch heute Kontakt.

"Ich habe dann gemeinsam mit meinem späteren Mann zwei Jahre an unserem Haus in der Sandbühlstraße gearbeitet, 1962 habe ich den Schreiner Kurt Blum geheiratet", plaudert sie munter. 1963 und 1964 wurden die beiden älteren Söhne geboren, nach längerer Pause kam dann 1971 der dritte zur Welt. Mit den Kindern sei sie daheim geblieben. Nicht immer war man finanziell auf Rosen gebettet, denn als ihr Mann Kurt die Schreinerei übernahm, musste er die Geschwister auszahlen. Sie habe immer wieder in der Schreinerei geholfen und am Samstag beim Hallerbeck gearbeitet.

Vom Vater habe sie die Mitgliedschaft im Obst- und Gartenbauverein übernommen, bevor sie erst 1990 selbst eingetreten sei. "Ich bin dann sehr schnell in den Vorstand gewählt worden, der Garten war mein Leben. Ich liebe Blumen und esse am liebsten selbst gezogenes Gemüse", gesteht sie.

Der Garten am Haus ist ganz den Blumen gewidmet. 16 Jahre war sie Vorsitzende des Vereins, war bei der Einsetzung des Blumenschmuckwettbewerbs maßgeblich beteiligt. Mit großer Freude habe sie als Komparsin beim "Funkenflug" mitgearbeitet. Sie sei ein sehr aufgeschlossener Mensch mit großem Interesse an der Kommunalpolitik. Gemeinsam mit ihren Söhnen, deren Frauen und zwei erwachsenen Enkeltöchtern wird sie ihren Ehrentag "irgendwann mal" gebührend nachfeiern.

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