St. Georgen Jürgen Lehmann bleibt an der Spitze

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Jürgen Lehmann ist weitere sechs Jahre Leiter der Gemeindeversammlung in der Lorenzgemeinde, zur Freude des Pfarrerehepaars Susanne und Friedemann Fritsch. Fotos: Kommert Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Hans-Jürgen Kommert

Jürgen Lehmann und sein Stellvertreter Herbert Deusch wurden in der Gemeindeversammlung der Lorenzgemeinde einstimmig für weitere sechs Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

St. Georgen. Die erste Gemeindeversammlung der Lorenzgemeinde nach der Wahl der Kirchenältesten fand am Sonntag nach dem Gottesdienst in der städtischen Lorenzkirche statt. Doch zuvor musste noch der Leiter der Versammlung sowie sein Stellvertreter neu für sechs Jahre gewählt werden.

70 Gemeindemitglieder zeigen Interesse an den Themen

Seit vielen Jahren macht das Jürgen Lehmann ganz ausgezeichnet, so dass er, ebenso wie sein Vertreter Herbert Deusch, einstimmig für weitere sechs Jahre gewählt wurde. Rund 70 Gemeindemitglieder waren am Gemeindehaus anwesend, um Neues zu erfahren. Jürgen Lehmann brachte zunächst erfreuliche Nachrichten: Das Miteinander im Ältestenrat aller Gemeinden des Kirchenbezirks St. Georgen-Tennenbronn sei ausgezeichnet und die Zusammenarbeit auch mit den Hauptamtlichen sei "vom Heiligen Geist geprägt", so seine Aussage.

Aus dem Ältestenkreis berichtete Pfarrerin Susanne Fritsch zunächst in Vertretung von Karl-Heinz Klitsch über Bauangelegenheiten im weiteren Sinne. Sie erwähnte, dass die Beleuchtung des Kirchturms durch Baumaßnahmen am Nachbargebäude, von wo aus bis dato beleuchtet wurde, derzeit nicht möglich sei – man arbeite an einer Lösung. Nachdem die Küche des Gemeindehauses nunmehr über eine ausgezeichnete Spülmaschine verfüge, soll ein neuer Durchlauferhitzer auch die Warmwasserbereitung optimieren.

Das Thema Nachfolge in der Kantorei werde durch Peter Dönneweg bearbeitet. Zum 1. Februar soll ein Treffen mit dem Amt für Landeskirchenmusik erfolgen. Ein Problem sei, dass mittlerweile die Finanzierung solcher Stellen anders geregelt sei, daher sei das keine ganz einfache Sache. Die überaus lebendige Arbeit der Kantorei sollte das jedoch möglich machen.

Kirchenmusik weiter von außerordentlicher Bedeutung

Jürgen Lehmann betonte die Wichtigkeit der Kirchenmusik in der Gesamtgemeinde. Dönneweg erkannte, dass man einen Kantor finden müsse, der musikalisch breit aufgestellt sei. "Wir dürfen darauf hinweisen, dass es außer der gesunden Höhe auch vier großartige Pfeifenorgeln in der Gesamtgemeinde gibt", strahlte Dönneweg. Wobei Anja Bublies anmahnte, dass der Kantor dann auch ruhig etwas für die populäre Kirchenmusik übrig haben dürfe.

Herbert Jäckle monierte den Zustand des Kirchenvorplatzes. "Wir sind dabei, gemeinsam mit der Stadt eine gute Lösung zu erarbeiten", klärte ihn Sven de Vries auf, der im Ältestenrat für die Finanzen zuständig ist. Seine Frau Marlies Jäckle klagte über die schlechte Beleuchtung der Kirchentreppe, wenn man spätabends aus der Kirche käme, könne man nur schwer die Stufen erkennen. Die Pfarrerin nahm das auf.

Pfarrer Friedemann Fritsch wies auf die außerordentlich gute Erträge bei den Sammlungen "Brot für die Welt" und Kirchgeld hin, beide lägen deutlich über 10 000 Euro. Aus dem CVJM berichtete als Hauptamtliche Tabea Rosenfelder. Unter anderem lag ihr die Jahreshauptversammlung am Herzen. "Am 18. März ab 20 Uhr findet sie hier statt – und wir müssen dabei Abschied nehmen von unserer Vorsitzenden Christa Wintermantel, sie will nicht mehr kandidieren", berichtete sie.

Etwas zum Nachdenken gab Sven de Vries den Anwesenden mit nach Hause: Die Finanzen der Kirchengemeinden stünden landesweit unter genauer Beobachtung. "Weil immer weniger Kirchensteuer fließt, werden Einnahmen und Ausgaben der Kirchengemeinden von der Landeskirche unter dem Titel ›ProKiBa‹ unter die Lupe genommen. Dabei werden die Gebäudeflächen ins Verhältnis zu den Gemeindemitgliedern gesetzt und die Nutzung überprüft", erläuterte er. Bei zu viel Fläche bei zu wenigen Mitgliedern sei die Gemeinde aufgefordert, entweder Teile zu verkaufen oder entsprechende Einnahmen zu generieren. Was wiederum den Protest von Reinhard Jäckle hervorrief: Seit Jahrzehnten sei das Kleine Kammerorchester Bestandteil der Gemeinde, nun müsse man plötzlich monatlich 120 Euro für die Nutzung des Probenraumes bezahlen. Unter diesen Umständen werde man sicher ausziehen.

Susanne Fritsch wirbt für private Nutzung des Gemeindehauses

Susanne Fritsch warb indes ganz offen für die Nutzung des Gemeindehauses auch für private Feiern. "Ansonsten können wir die Kosten auf Dauer nicht mehr schultern." Und de Vries gab klar an, dass ansonsten auch Zuschüsse der Landeskirche gekürzt würden. Die Pfarrerin warb zusätzlich auch um Patenfamilien für Flüchtlinge und gab einige Vortragstermine bekannt.

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