St. Georgen Insignien der Heiligen

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"Mit Notburga sage nun auch ich Feierabend", zeigt Willi Meder humorvoll das Ende seines Vortrags an. Foto: Kommert Foto: Schwarzwälder-Bote

Es gibt in der katholischen Kirche viele Heilige. Oftmals steht man vor einer Figur in einer Kirche und fragt sich, wen diese wohl darstellen soll.

St. Georgen. Dabei helfen oftmals besondere Zeichen, die man dem Heiligen zur Seite stellt, sei es wegen der Todesursache oder weil dieser Heilige etwas Besonderes geleistet hatte.

Als Beispiel darf hier der Stadtheilige St. Georg gelten, der es sogar ins weltliche Stadtwappen brachte – er ist als Bezwinger des Drachens zu sehen. Wobei in älteren Darstellungen das edle Ross fehlt, wie Willi Meder in seinem Vortrag aufzeigte.

Allerdings, so Meder, gebe es durchaus Zeichen, die dennoch auf mehrere verschiedene Heilige zuträfen, da beispielsweise durch Schwert oder Pfeile einige ums Leben kamen. Überhaupt würden sich Mord und Totschlag wie ein roter Faden vor allem durch die ersten Jahrhunderte der christlichen Heiligen ziehen, weil der Großteil den Märtyrertod starb.

So gibt es Darstellungen von Petrus, bei denen er kopfüber gekreuzigt dargestellt wird – wie er selbst sich das wünschte. Öfter aber wird er als bärtiger Mann mit einem oder mehreren Schlüsseln gezeigt, in Anlehnung an die von Jesus übertragene Verantwortung für die christliche Kirche. Hier sei der heilige Petrus in Peterzell zu erwähnen. So werde Stanislaus oft mit einer bewehrten Keule dargestellt, da er von seinem König vor dem Altar mit einer solchen erschlagen wurde. Josef dagegen werde oft mit einem Kind auf dem Arm mit Wanderstab gezeigt oder aber mit Lilien. "Leider hat man die vielen Heiligen, die früher im Altarraum der Kirche St. Cyriak in Furtwangen standen, zu einem guten Teil entfernt, um wieder das Kreuz in den Mittelpunkt zu rücken", bedauerte Meder. Die heilige Barbara, die am 4. Dezember ihren Namenstag begeht, werde oft als eine der "drei Madln" gezeigt mit einem Turm oder mit Schwert, mit dem ihr Vater sie tötete. Sie wird auch häufig gemeinsam mit Margarethe von Antiochien und Dorothea (mit Palme oder Blütenkrone) gezeigt.

"Sau-Toni" aus dem Schwäbischen

Der Brückenheilige Johannes Nepomuk oder Benedikt mit dem Mönchsstab, der oft auch ein Glas mit einer Schlange trägt, sind recht einfach zu erkennen, ebenso Sebastian, wie er beispielsweise in Nußbach dargestellt ist. Mit Schwein und Glöckchen wird der im Schwäbischen als "Sau-Toni" bezeichnete Anton der Einsiedler dargestellt. Ebenfalls eher eindeutig sind die Darstellungen des heiligen Nikolaus oder die von Martha von Bethanien, die mit Kochlöffel gezeigt wird. Die abgeschnittenen Brüste der Agatha oder Agnes, die mit dem Lamm (Agnus) auftritt, sind ebenfalls sehr deutlich zu erkennen. Viele seien um das Jahr 300 herum gestorben, als in Rom die schlimmste Zeit der Verfolgung stattfand.

Sehr eindringlich wird auch die Magd Notburga dargestellt, mit einer schwebenden Handsense. Sie soll sie in die Luft geworfen und gerufen haben "Feierabend" – und so machte es auch Meder, nachdem er 60 Heilige dargestellt hatte.

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