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St. Georgen Erst Dönnewegs Antrag erfolgreich

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Im großen Rathaussaal erläutert Bürgermeister Michael Rieger den Gästen die aktuellen großen Projekte in der Bergstadt. Bei einer Stadtrundfahrt können diese sich einen Überblick verschaffen. Links steht Stadtrat Manfred Scherer, daneben Zoran Josipovic vom Thomas-Strittmatter-Gymnasium, der während des Aufenthalts auch dolmetscht, sowie ganz rechts Stadtrat Hansjörg Staiger. Foto: Schwarzwälder-Bote

Eine Delegation aus der französischen Partnerstadt ist zur Feier der 45-jährigen Partnerschaft in der Bergstadt eingetroffen. Bis Sonntag erwartet sie ein abwechslungsreiches Programm, darunter zwei Besuche des Musikfestivals Bergstadtsommer.

Saint-Raphael/St. Georgen. Deutsch-französische Partnerschaften waren nach dem Krieg ganz sich nicht selbstverständlich, aber politisch gewollt. Im Jahr 1966 reiste der Direktor des Bergstadtgymnasiums Walter Müller (heute Thomas-Strittmatter-Gymnasium) mit acht Abiturienten nach Fréjus (seit 1963 Partnerstadt von Triberg). Dessen Bürgermeister und späterer Minister François Léotard stellte den Kontakt zu den beiden Oberschulen der benachbarten Stadt Saint-Raphael her.

Zu jener Zeit wollten Stadtverwaltung und Gemeinderat lieber partnerschaftliche Beziehungen zum Elsässischen Remiremont intensivieren. Gegenseitige offizielle Besuche bestärkten dies. Unter anderem schien in jener Zeit die fast 900 Kilometer Entfernung an die Côte d’Azur zu weit.

Doch das Gymnasium bemühte sich dessen ungeachtet weiter intensiv um eine Schulpartnerschaft in Südfrankreich. Das Oberschulamt genehmigte diese schließlich im Jahr 1968. Noch im Sommer des gleichen Jahres fand der erste Schüleraustausch statt. Ein Jahr später erhielt St. Georgen eine offizielle Einladung zum Besuch in Saint-Raphael, doch der Gemeinderat unter Bürgermeister Helmut Dahringer lehnte ab. Erst dessen Nachfolger Günter Lauffer unternahm eine private Reise ans Mittelmeer, um sich kundig zu machen. Bei Gesprächen in Südfrankreich erfuhr er, dass auch Saint-Raphael eher die Beziehungen auf den Jugendaustausch beschränkt haben wollte.

Zur Einweihung des Gymnasium-Erweiterungsbaus in der Innenstadt, heute "Neubau" der Robert-Gerwig-Schule, kam dennoch eine Delegation von der Côte d’Azur in den Schwarzwald. Dabei wurde schließlich vereinbart, den Jugendaustausch über den Schüleraustausch hinaus zu intensivieren.

Im Jahr 1972 stellte Stadtrat Peter Dönneweg den Antrag, die Frage einer Städtepartnerschaft im Gemeinderat zu behandeln. In einer Folgesitzung sprach sich das Plenum dafür aus, grundsätzlich einer Partnerschaft zuzustimmen. Nach der offiziellen Besiegelung am 28. Oktober 1972 entwickelt sich die Partnerschaft zu einem ausgesprochenen Austausch von Jugendlichen. Es wurden zahlreiche Freundschaften geschlossen, die bis in die Familien hineinreichen.

Eine ganz besondere Rolle spielten dabei Peter Dönneweg mit dem Jugendsinfonieorchester St. Georgen und Daniel Artus mit dem Estere­lencochor. Zahlreiche Besuche und vor allem Konzerte organisierten die beiden Triebfedern. Sie verband ein enge Freundschaft. Als nach dem verstorbenen Artus in dessen Heimatstadt ein Saal benannt wurde, durfte Dönneweg die Festrede halten.

Förmlichkeiten verschwunden

Vor zehn Jahren waren es das Kammerorchester Saint-Raphael und das Jugendsinfonieorchester, die gemeinsam zur Feier der 35-jährigen Partnerschaft konzertierten. Auch die nächste Generation pflegt die freundschaftlichen Beziehungen, was sich auch im Musikfestival Bergstadtsommer niederschlug.

Die Förmlichkeiten verschwanden. Es entstand Verständnis für die Sorgen und Nöte. Beide Seiten erkannten schnell, dass es die gleichen Dinge sind, die Freude bereiten, und alle sich den Frieden wünschten. Bald war nur noch die Rede von den Freunden. Es gab lange Zeit einen sehr aktiven Partnerschaftsausschuss auf französischer Seite. Viele seiner Mitglieder sprachen Deutsch.

Besonders aktiv war hier René Wilhelm als Präsident des Comité d’Accueil et de Jumelage de Saint-Raphael. Dem Franzosen wurde oft die Frage gestellt, seit wann er denn in Frankreich lebe. Dieser Ausschuss wird seit geraumer Zeit wiederbelebt. Deren Mitglieder gehören jetzt der aktuellen Delegation an.

Turnvereinsgruppen und vor allem die DRK-Jugend reisten mehrfach in den Süden, vornehmlich im Sommer. Die Stadtmusik sowie ei nige Delegationen reisten zum großen Mimosenfest und beteiligten ich auch aktiv daran.

In Saint-Raphael wurde eine Straße nach der Bergstadt benannt. Im Oktober 1997 erhielt St. Georgen den Saint-Raphael-Platz. Dieser liegt an der Hauptstraße, Einmündungen der Gerwig- sowie der Hermann-Papst-Straße und befindet sich in direkter Nachbarschaft des Ausländerzentrums (ehemaliges Gasthaus Roter Löwe).

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