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St. Georgen Areal zum Schlafen, Wohnen, Essen und Feiern

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Der Gebäudekomplex in der Bahnhofstraße ist für die Firma Papst Licensing ein Großprojekt. Foto: Kauffmann

St. Georgen - Im kommenden Jahr soll das Hotel Federwerk der Firma Papst Licensing in der Bahnhofstraße eröffnet werden. Eine Besichtigung vor Ort zeigt: Bis dahin ist noch einiges zu tun. Und bei einem Thema geben sich die Unternehmer besonders schweigsam.

Es ist ein Ort, an dem ein Stück St. Georgener Unternehmensgeschichte aufeinandertrifft. Denn die Baustelle in der Bahnhofstraße verbindet nunmehr zwei bekannte St. Georgener Familiennamen: Dort, wo bis zur Insolvenz im Jahre 1991 die Firma Tobias Baeuerle angesiedelt war, investiert das Unternehmen Papst Licensing in ein Großprojekt.

Schlafen, Wohnen, Essen, Feiern – auf dem mehr als 5500 Quadratmeter großen Areal soll all das möglich sein. Neben dem Hotel Federwerk mit 49 Zimmern entsteht das Restaurant Feinwerk samt einer Bar. Darüber hinaus sind neben drei zusammenlegbaren Seminarräumen fünf Loftwohnungen in den oberen Stockwerken geplant, die vermietet werden sollen.

Für das Unternehmen Papst Licensing ist das Projekt eine enorme Herausforderung. Denn statt eines Neubaus wird das alte Firmengebäude komplett entkernt und nach dem neuen Konzept saniert. "So eine Bestandssanierung birgt immer Risiken", sagt Geschäftsführer Daniel Papst. Bislang sei allerdings nichts Unerwartetes passiert, das "ausgeprägte Sorgen macht".

Herabfallende Betonteile sind keine Seltenheit

Bei der Vor-Ort-Besichtigung zeigt sich, dass sich im Inneren des Gebäudes bereits viel tut. Im ersten Stock sind beispielsweise die Arbeiten für die Sanitäranlagen im Gange. Zentimeter dicke Löcher müssen durch den Boden gebohrt werden, um dort später Leitungen zu verlegen. Herabfallende Betonteile sind dabei keine Seltenheit – Teile der Baustelle sind deshalb gesperrt.

Während im Erdgeschoss noch große, leere Zimmer dominieren, nimmt das Gebäude einen Stock darüber bereits erste Formen an. Die Stille des Erdgeschosses weicht Maschinenlärm. "Hier werden schon Trockenbauarbeiten vorgenommen", erklärt Geschäftsführer Constantin Papst, während er den zukünftigen Hotelflur entlangschreitet.

Unternehmen kauft das Grundstück der Stadt ab

Constantin Papst spielte schon seit Längerem mit dem Gedanken, ein Hotel zu eröffnen. "Ich habe eine Leidenschaft für die Hotellerie und Gastronomie", verrät er. Als sich Bürgermeister Michael Rieger um eine Umnutzung des ehemaligen Baeuerle-Areals bemühte, ohne es komplett abzureißen, findet er in der Firma Papst Licensing einen interessierten Geschäftspartner. "Wir konnten uns mit dieser Idee ein Stück weit identifizieren", erinnert sich Constantin Papst. Im Juni 2016 wechselte das Grundstück, das die Stadt drei Jahre zuvor erworben hatte, in den Besitz des Patentunternehmens.

Seither ist viel geschehen. "Das Gebäude wurde bis auf den Rohboden komplett entkernt", erklärt Daniel Papst während des Rundgangs. Ein Teil des Gebäudes, das nicht in das neue Konzept integriert werden konnte, wurde darüber hinaus zurückgebaut. Bald gehe es auf der Baustelle in die heiße Phase. "Da sind dann viele Handwerker gleichzeitig am Werk", ergänzt Constantin Papst.

In einem der Hotelzimmer ist bereits jetzt die geplante Fensterfront angebracht, die auf der Außenseite in einem Grünton bemalt ist. Das Musterzimmer soll als erstes fertig werden, damit hier die Einrichtung und das Design getestet werden können.

Dass jeder Schritt gut überlegt ist, zeigt sich, als Constantin Papst die geplanten Logos vorstellt. Neben der geschwungenen Schrift, die eine schlafende Person andeuten soll, kommt auch der Name Federwerk nicht von ungefähr. Die leichte Feder, die beispielsweise auch in der Hotellerie im Federbett zu finden sei, werde mit der historischen Bedeutung der ehemaligen Uhrenfabrik von Tobias Baeuerle verbunden. Ähnlich verhalte es sich mit dem Namen für das geplante Restaurant Feinwerk. "Da haben wir einmal das feine Essen und dann das Wortspiel mit der Feinwerktechnik", erklärt Constantin Papst. Industrie und Hotellerie treffen somit aufeinander.

Die Unternehmer haben sich das Ziel gesetzt, in der ersten Hälfte des kommenden Jahres zu eröffnen. Bis dahin gebe es allerdings noch viel zu tun. "Wir bauen praktisch ein komplettes Unternehmen auf", sagt Daniel Papst und verweist auf anstehende Aufgaben wie die Einstellung von Personal oder das gastronomische Konzept.

Gehobene, gutbürgerliche Küche

Letzteres ist laut Constantin Papst noch nicht ganz spruchreif, soll sich aber an gehobener, gutbürgerlicher Küche mit internationalem Einschlag orientieren. Sowohl für das Restaurant als auch für die Bar gilt: "Wir wollen niemand Konkurrenz machen. Es muss stimmig ins Konzept passen."

Über die Kosten für das Großprojekt machen die Brüder keine Angaben. "Wir wollen unsere Kostenplanung einhalten. Ob es allerdings gelingt...", deutet Constantin Papst an und zuckt mit den Schultern. Mehr wird – zumindest bis zur offiziellen Eröffnung – nicht verraten.

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