Von Holger Rohde

FC Überlingen – FV Tennenbronn (Samstag, 14.30 Uhr, Vorrunde: 3:3). Das letzte Punktspiel der Tennenbronner in diesem Jahr ist ein "Schicksalspiel": Es geht im Kellerduell Drittletzter gegen das Schlusslicht für den Neuling bereits um sehr viel. Die Bezeichnung "Abstiegs-Endspiel" ist passend. Die Vorzeichen. Beide Vereine warten seit dem 10. Spieltag am 6. Oktober auf einen Sieg. Tennenbronn gewann damals gegen Neustadt 3:1, Überlingen gegen Hegau 4:3. Seither haben die FVT-Kicker sieben Niederlagen hintereinander kassiert. Überlingen wartet seit immerhin sechs Spielen auf einen Dreier. Kleines Plus des FCÜ. Er holte zuletzt gegen Pfullendorf II ein 2:2 und immerhin noch ein 1:1 gegen Villingen II. Bei den vier Niederlagen verloren die Überlinger immer nur mit 1:2, 2:3 oder 2:4. Bei Tennenbronn waren es klare Niederlagen mit insgesamt 4:32-Toren. Offensive: Da haben beide Clubs 23 Treffer erzielt, kassierten zusammen 86 Gegentore. Im Hinspiel gab es ein 3:3 – Tennenbronn führte damals bis zur 85. Minute schon mit 3:1. Wunschdenken: Als hätte es Co-Trainer Eckhard Günter nach dem letzten 0:4-Debakel gegen die Villinger U23 schon geahnt und herbeigesehnt: "Ich wünsche mir ganz ehrlich diese Woche Schnee, also, dass das Spiel ausfällt und wir 2013 noch einmal ausgeruht und im Kopf frei von vorne angreifen."

Umso wichtiger wäre indes, mit einem Erfolgserlebnis vom Bodensee zurückzukehren und dieses als Motivationsschub in die Winterpause mitzunehmen. Sicherlich ist die Schneemenge in Tennenbronn deutlich höher als in Überlingen und ein Trainingsnachteil, doch auch am Untersee legte sich die weiße Pracht von Mittwoch auf Donnerstag nieder und sorgt für winterliche Verhältnisse. Für Trainer Bernd Günter und seine Jungs ist Teamgeist gefragt, um die rote Laterne wieder loszuwerden.