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Schömberg "Erinnerung darf nicht abreißen"

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Bei der Gedenkfeier auf dem Schömberger KZ-Friedhof wird an die Opfer gedacht, die während der NS-Herrschaft beim "Unternehmen Wüste" ihr Leben lassen mussten. Foto: Initiative Foto: Schwarzwälder-Bote

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Schömberg. Die Gäste der Gedenkwoche sind nach Polen, Frankreich, Holland, Norwegen und Luxemburg zurückgekehrt. Jetzt gilt es für die Initiative Eckerwald Bilanz zu ziehen über die vielen Gedanken und Begegnungen, die sich 70 Jahre nach der Errichtung der "Wüste"-Lager am Nordtrauf der Schwäbischen Alb im Rahmen der Woche der Begegnung ergeben haben.

Das, was sich die Initiative zur Aufgabe gemacht hat, nämlich dass die Verbindung mit der Gegenwart und der Zukunft bei aller Erinnerungsarbeit nicht verlorengeht, sei dabei wieder deutlich geworden. Fast jedes Jahr tauchten neue Menschen auf – dieses Jahr sei es Wieslawa Borysiewicz, Jahrgang 1929, gewesen –, die im Zuge des Warschauer Aufstands nach Auschwitz-Birkenau kamen und deren Väter im Lager Dautmergen ermordet wurden. Schüler des Rottweiler Leibniz-Gymnasiums erinnerten mit einer Performance an die "Hölle von Dautmergen". Besuche der Zeitzeugen an elf Schulen waren von der Überzeugung getragen, die Erinnerung an die Gräuel der dort vollzogenen "Vernichtung durch Arbeit" nicht abreißen zu lassen.

Die schon zur Tradition gewordene Einladung der Landkreise, abwechslungsweise im Zollernalbkreis und in Rottweil, fand im Holcim-Werksforum in Dotternhausen statt. Dabei habe sich in ungewohnter Weise das Thema "Knochenarbeit im Außenkommando Zepfenhan" mit der Geologie verbunden. Aus der Gesteinsschicht des Lias Epsilon hätten die Geschundenen der "Wüste"-Lager Schieferöl herausschwelen müssen.

Im ökumenischen Gottesdienst in der KZ-Kapelle Schörzingen sei das Menschliche zu Wort gekommen: Pfarrerin Kuhn-Luz habe über die durch die Erinnerungsarbeit wiedergewonnenen Namen, die den zu Nummern gewordenen Häftlingen ihre Identität zurückgaben, gesprochen.

Konrad Pflugs Rede habe sich bei der Gedenkfeier mit der Symbolik des Decknamens "Wüste" für die Außenkommandos von Natzweiler befasst und das Tödliche und Vernichtende dieses Begriffs herausgearbeitet.

Bewegend sei eine kleine informelle Feier im Eckerwald gewesen, bei der Gerhard Lempp die Inschrift an der Bronzeplastik von Siegfried Haas zitierte: "Die Hölle entspringt aus uns Menschen, wenn wir Fremde und Gedrückte allein lassen und den Vorteil für uns nehmen." Starke Windböen und ein donnernder Platzregen hätten das alte amerikanische Friedenslied "We shall overcome" begleitet, das gesungen worden sei.

 
 
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