Von Bernd Visel Schömberg. Ein Volumen von 11,8 Millionen Euro, eine Zuführung an den Vermögenshaushalt von 1,2 Millionen Euro sowie eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage von 786 300 Euro, dafür aber keine Schuldenneuaufnahme: So lauten die Eckdaten des von der Schömberger Stadtverwaltung vorgelegten Haushaltsplanentwurfs 2013.

Nachdem Bürgermeister Karl-Josef Sprenger das Zahlenwerk dargestellt hatte, erläuterte Stadtkämmerer Gerhard Reiner die Details. Der Vermögenshaushalt umfasst 2,6 Millionen, der Verwaltungshaushalt 9,2 Millionen Euro. Reiner betonte, die Stadt liege bei der Steuerkraft schon immer unter dem Durchschnitt im Kreis. Diese beträgt für Schömberg 897 Euro pro Einwohner, im Kreis liegt sie bei durchschnittlich 1084 Euro.

Aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage profitiere die Stadt von den Schlüsselzuweisungen. Die Einkommensteuer beträgt 1,8 Millionen. Zudem ist die Gewerbesteuer mit 1,1 Millionen Euro angesetzt; die Grundsteuern bringen 460 000 Euro in die Stadtkasse. Alles in allem wird laut Reiner im Verwaltungshaushalt ein Überschuss von 1,2 Millionen Euro erwirtschaftet, der dem Vermögenshaushalt zugeführt wird: "Das ist ein guter Grundstock für die Investitionen."

Um den Haushalt auszugleichen, werden der Rücklage 786 300 Euro entnommen, so dass der gesetzliche Mindestbestand von 169 000 Euro erreicht sein wird. Reiner: "Unterm Strich steht eine Null."

Weiter zurückgeführt werden die Schulden. 92 000 Euro sind für die Tilgung vorgesehen. Die Verschuldung wird auf den niedrigsten Wert seit 30 Jahren sinken. Pro Kopf stehen die Schömberger dann mit knapp 200 Euro in der Kreide. Anfang der 1980er-Jahre waren es noch mehr als 800 Euro gewesen.

Erneut wurde die Aufnahme ins Landessanierungsprogramm für das Gebiet "Dörfle" beantragt. In diesem Zusammenhang ist geplant, die Flügelstraße auszubauen. 240 000 Euro sind dafür veranschlagt, wobei mit Zuschüssen von 144 000 Euro gerechnet wird. Für den geplanten Stauraumkanal in der Robert-Bosch-Straße sind 637 500 Euro eingeplant; weitere größere Investitionen betreffen das Schulzentrum und den Oberhohenberg.

Nach den Beratungen im Gemeinde- und Ortschaftsrat soll der Haushalt am Mittwoch, 6. Februar, am Tag vor dem Schmotzigen Donnerstag, verabschiedet werden.