Von Edgar Reutter Schiltach. Ausdauer, Akribie, Feingefühl und überreiches Engagement. Wenn diese Begriffe auf jemanden zutreffen, dann auf den hoch angesehenen und verdienten Schiltacher Mitbürger Rolf Rombach.Nach 45 Jahren legt der nimmermüde Chronist des Fachwerkstädtchens, nach seiner beruflichen Karriere und nach seinen zahllosen Ehrenämtern, offiziell zum heutigen 15. Dezember nun auch den Stift und die Kamera zur Seite.

Gewiss, er hat sich seinen Ruhestand als fachkundiger Reporter und Beobachter, der auf allen Feldern firm war, mehr als redlich verdient. Gleichwohl trifft der Verlust eines profilierten freien Mitarbeiters vom Schlage eines Rolf Rombach den Schwarzwälder Bote und seine Leser vor Ort hart, denn die Fußstapfen, die er mit seiner umfassenden Berichterstattung hinterlassen hat, sind übergroß.

Und wenn man bedenkt, was sich in Schiltach seit 1967 alles ereignet hat, so hat der überzeugte Pädagoge, rührige Kommunalpolitiker, Bürgermeister-Stellvertreter, Heimatforscher und Archivar, Kirchengemeinderat und Mitglied im Verwaltungsrat der Sozialgemeinschaft selbst ein Kapitel Schiltacher Stadtgeschichte mitgeprägt und mitgeschrieben.

Als junger Lehrer schlidderte Rombach vor 45 Jahren ins Tagesgeschäft bei der Heimatzeitung hinein, als er bei der Hauptversammlung des Turnvereins Schiltach einen Kollegen vertreten sollte. Seither hat er Schiltach und den Stadtteil Lehengericht in allen Facetten kennengelernt, ein Umstand, der auch dem späteren Leiter der Nachbarschaftshauptschule Schiltach-Schenkenzell, aber auch dem langjährigen Stadtrat Rombach zu Gute kam.

2001 war für Rektor Rolf Rombach die Zeit einer ersten großen Zäsur gekommen: Mit der Verabschiedung aus dem aktiven Schuldienst kandidierte der damals 65-jährige auch nicht mehr für den Gemeinderat. In der Jahresabschluss-Sitzung 2012, gab er nun auch seine Entscheidung bekannt, dass er ab heute als Berichterstatter kürzer treten werde, um sich in seinem zweiten Ruhestand mit 75 Jahren mehr seiner Familie und seinen besonderen Begabungen zu widmen. Dazu gehört das Lesen seiner geliebten Klassiker, aber auch die Mitwirkung beim Männergesangverein, bei der Kantorei und im Historischen Verein, für die er auch künftig als Öffentlichkeitsreferent zur Verfügung stehen will.