Von Lothar Herzog Schenkenzell. Um die wilde Parkerei beim Kunstrasenplatz in Kaltbrunn einzudämmen, wird der große Straßeneinmündungsbereich verkleinert. Dem einstimmigen Empfehlungsbeschluss des Ortschaftsrats Ende November folgte nun auch der Gemeinderat. Bürgermeister Thomas Schenk teilte dem Gemeinderat mit, Anfang des Jahres sei ein Antrag zur Bezuschussung der Siedlungsstraße "Rossbergerhof" beim Regierungspräsidium Freiburg eingereicht und im August positiv beschieden worden.

Im Juli sei dem Ortschaftsrat bereits eine erste Planung vorgestellt worden. Wesentlicher Punkt sei dabei gewesen, die Parksituation beim Sportplatz in den Griff zu bekommen, weil vor allem bei Fußballspielen des SC Kaltbrunn oft so geparkt werde, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge sowie Rettungsdienste kaum durchkämen.

Die Planung vom Juli sei auf Wunsch des Ortschaftsrats von einem Ingenieurbüro verändert worden und sehe nun Parkmöglichkeiten vor dem Sportplatzbrückle als Ausgleich vor. Entlang der Kreisstraße sollen Hochbordsteine einen Abschluss bilden, wodurch dort nicht mehr geparkt werden könne.

Die Straße beim Gebäude Roßbergerhof 52 werde weiter in Richtung des Gebäudes verschoben, um dadurch am gegenüber liegenden bachseitigen Rand vier neuer Längsparkplätze zu bekommen.

Auf diese Weise brauche die sanierungsbedürftige Bachmauer in diesem Bereich nicht erhöht werden, das spare Kosten, erklärte der Bürgermeister.

Wie er weiter verriet, koste die Sanierung der Bachmauer von der Brücke bis zum Ende der geplanten Längsparkplätze rund 15 000 Euro, die im Haushaltsplan eingestellt seien. Schwierig habe sich die Frage nach der Entwässerung der Siedlungsstraße gestaltet. Da der ursprünglich geplante schmale Gehweg wegfalle und das Oberflächenwasser noch stärker zu den Wohngebäuden hin fließen würde, müssten bei den Garageneinfahrten erhebliche Anpassungsarbeiten vorgenommen werden. Das Ingenieurbüro habe deshalb empfohlen, die Querneigung in Richtung der gegenüber liegenden Gebäude fallen zu lassen. Durch die Planänderung entstünden Mehrkosten in Höhe von rund 15 000 Euro, die im Haushaltsplan finanziert seien.

Angedacht sei außerdem noch eine vernünftige Straßenbeleuchtung in der durchweg bewohnten Straße, die zwar 12 000 Euro kosten würde, aber erschließungsbeitragsfähig wäre, so Schenk. Gemeinderat Thomas Finkbeiner wollte wissen, weshalb keine Parkplätze direkt am Sportplatz angelegt werden. Die Kaltbrunner Vereine, erläuterte Ortsvorsteher Gerhard Schmider, hätten sich darauf geeinigt, auf Parkplätze zu verzichten, weil sonst der Festplatz wegfiele.

Außerdem erforderten Stellplätze automatisch eine ständige Pflege, die wiederum einen finanziellen Aufwand für die Gemeinde bedeute, wusste Schmider. Ergänzend fügte der Bürgermeister hinzu, dass über die Tragfähigkeit des Sportplatzbrückle nichts bekannt sei und eine ständige Befahrung Probleme ergeben könnten.