Rottweil Wer Zeitung liest, sammelt Wissen

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Das Projekt Lesespaß geht in die zweite Runde: Dass es gut ankommt, beweist die gestiegene Teilnehmerzahl. Über 40 Klassen aus Grundschulen im Landkreis Rottweil machen dieses Mal mit.

Kreis Rottweil. Die neuen Erstklässler haben die ersten Tage Schule hinter sich. Das Projekt Lesespaß, für das sich der Schwarzwälder Bote, die Kreissparkasse Rottweil und Promedia Wolff zusammen tun, ist schon einen Schritt weiter: Es ist in der zweiten Klasse angekommen.

Der Startschuss für die neue Runde fiel bei einer Auftaktveranstaltung für die beteiligten Lehrer in Rottweil. Dort erfuhren die Pädagogen, was "Lesespaß" ihnen und ihren Schülern zu bieten hat. Knapp 800 Kinder, wie Timo Fasching vom Schwarzwälder Boten informierte, bekommen im Projektzeitraum zwischen 4. und 28. Oktober jeden Tag eine Zeitung geliefert. Freitags gibt’s den Schwarzwälder Kinderbote, die Abonnement-Zeitung für junge Leser, oben drauf.

"Ich bin echt begeistert", sagte Stefanie Vogt von der Kreissparkasse angesichts der vielen Anmeldungen, die für die Neuauflage des Projekt eingegangen sind. Die Resonanz sei überwältigend. Dies freue sie umso mehr, weil die Fähigkeit zu lesen die Voraussetzung fürs Lernen überhaupt sei.

Genau das ist das Ziel von "Lesespaß": Durch die tägliche Zeitungslektüre sollen die Grundschüler im Lesen geschult werden. Gleichzeitig eignen sie sich Wissen an und lernen so, sich eine Meinung zu bilden. Wie wichtig das in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung ist, zeigte Petra Wolff, Promedia-Wolff-Geschäftsführerin, auf. In praktisch jedem Haushalt gebe es Handys und einen Internetzugang. Die Kinder werden also mit einer Menge Informationen konfrontiert. Umso wichtiger werde die Leseförderung: Denn lesen zu können sei die Voraussetzungen für einen kompetenten Umgang mit modernen Medien.

Bei allem Lernen steckt schon im Projekt-Namen, dass das Lesen den Grundschülern auch Spaß soll. Sie müssten nicht gleich mit der Wirtschaftsseite oder dem Leitartikel des Schwarzwälder Boten anfangen, erklärte Wolff. "Wir wollen einen spielerischen Zugang zur Zeitung schaffen." Den erhalten die Kinder unter anderem, wenn sie das lesen können, was sie besonders interessiert – egal ob eine Meldung im Sportteil oder ein Bericht über ein Lokales Ereignis.

Im Unterricht lernen die jungen Teilnehmer wie nebenher etwas übers Zeitungsmachen: Was die W-Fragen sind und welche Ressorts es gibt beispielsweise. Vorbereitete Unterrichtsmaterialien helfen den Lehrern, den Kindern das und mehr zu vermitteln. Außerdem sind Besuche des Druckzentrums Südwest in Villingen möglich.

Darüber hinaus können die "Lesespaß"-Schüler sogar als Reporter für den Kinderboten unterwegs sein. Redakteurin Simone Heinzelmann sagte: "Die Kinder sollen die Möglichkeit haben mitzumischen." Denn wenn man in der Zeitung sogar einen selbst geschriebenen Artikel entdeckt, dann macht das Lesen gleich noch mehr Spaß.

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