Von Lothar Schwark

Weiter im Aufwind befinden sich mit ihrem Sieg in der Vereinswertung die Piloten vom LSV Schwarzwald. Bei der Siegerehrung des Schwarzwaldcup in Niederweiler konnten sie zahlreiche Erfolge für sich verbuchen.

Wieder einmal belegten die LSV Schwarzwaldpiloten ihre fliegerischen Qualitäten. "Überflieger" der Saison wurde Matthias Sturm, der mit einem 1000km Flug über Baden-Württemberg – Hessen – Thüringen und Bayern mit 1505 Zählern souverän die Crack- Wertung gewann. Mit seinem Flug verschaffte sich Sturm in der Fliegerwelt viel Respekt.

Entgegen dem Trend, dass solche Flüge meist nur mit den "Langohren" der Offenen Klasse (Spannweite bis 29 Meter) absolviert werden, flog Sturm mit einer ASW-27 am 13. Mai seine Aufgabe. Das 15-Meter Segelflugzeug verfügt über eine geringere Gleitzahl, gegenüber der Offenen Klasse, was gerade die Überbrückung Aufwindloser Gebiete schwieriger macht. Sturm ist sich sicher, wenn alle Parameter stimmen, dass vom Flugplatz Winzeln- Schramberg motorlose Flüge über 1100 km möglich sind. "Hier wird’s in den kommenden Jahren spannend bleiben", resümiert der Winzelner Langstreckenspezialist Michael Schlaich. Er reihte sich mit Gesamtrang vier (777 km/1120 Punkte) hinter seinem Vereinskameraden Martin Kühn (721 km/1146 Punkte) ein, der Platz drei der Crackwertung erflog. In der Doppelsitzerklasse schrammte Schlaich mit 764,87 km/972 Punkten mit Gesamtrang zwei knapp am Sieg vorbei.

In der Damenwertung belegte Katharina von Podewils vom LSV Schwarzwald mit 452 Punkten/516 km Platz zwei. Bei ihren Flügen waren die Winzelner Aufwindjäger bis zu zehn Stunden in engen Cockpits unterwegs. Dies erfordert gute Kondition. Während des gesamten Fluges ist stets viel Konzentration gefragt. Denn neben der Luftraumbeobachtung und Navigation sind in kurzen Abständen immer wieder taktische Entscheidungen notwendig.

Mit 1009km schaffte Schlaich am 23. Juni seinen zweiten 1000km-Flug von Winzeln-Schramberg aus. In der Crackwertung flogen 109 Piloten mit.