Rottweil FFR will eigenständige Gemeinschaftsschule

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Für eine Gemeinschafsschule in Rottweil spricht sich FFR aus. Foto: Schwarzwälder-Bote

Rottweil. Das Ergebnis der Diskussion ist eindeutig: Die kommunalpolitische Gruppierung Forum für Rottweil (FFR) hält laut Pressemitteilung die Gemeinschaftsschule in Rottweil nicht nur für wünschens-, sondern geradezu für erstrebenswert. Nicht zuletzt, um den Schulstandort zu sichern und aufzuwerten.

"Ich sehe in der Gemeinschaftsschule die Möglichkeit, alle Kinder eines Jahrgangs mitzunehmen, Integration nicht nur zu fordern, sondern durch längeres gemeinsames Lernen und individuellere Förderung auch umzusetzen", umreißt Forumssprecherin Elke Reichenbach den Wunsch, die Gemeinschaftsschule in Rottweil einzuführen.

Wichtiger sei nun, dass Realschule und Gymnasien in Rottweil endlich ihre Zurückhaltung aufgeben und über einen Umwandlungsprozess nachdenken, sieht FFR darin auch Chancen für ein Gymnasium, die eigene Zukunft zu sichern und den Weg zum allgemein bildenden Abitur in 13 Schuljahren zu ebnen. "Das ist für viele Eltern wieder interessant", unterstreicht Reichenbach. "Die kürzlich in Rottweil geführte Diskussion um G 8 und G 9 im Alten Gymnasium hat genau das gezeigt."

Nach Ansicht von FFR-Ratsmitglied Hubert Nowack dürfe die Gemeinschaftsschule nicht immer nur von oben her betrachtet werden. Vielmehr müsse man die Leute mitnehmen, die stärkere Förderung benötigten. "Wenn Industrie und Handwerk von dem neuen Schulmodell profitieren, zeigt sich schnell, welches das bessere ist." Stadträtin Heide Friederichs verwies zudem auf den volkswirtschaftlichen Aspekt einer gerechteren Schulbildung für alle: "Wir brauchen in Zukunft sämtliche Schüler, nicht nur die an der Spitze. Das bisherige Schulsystem ist nicht ausreichend in der Lage, die schwachen Schüler zu fördern."

Wichtig ist FFR allerdings, dass sich eine Gemeinschaftsschule in Rottweil als eigenständige Schule positioniert und konstruktiv in Wettbewerb zu den vorhandenen Schulen tritt, erläutert Reichenbach: "Der Waldorfverein wagt, was Rottweil noch nicht wagt – eine völlig neue Schule für rund 360 Schüler zu bauen. Das zeigt doch, dass Interesse und Bedarf an einem anderen Schultyp bestehen, und dass Eltern den Mut haben sich für Neues zu entscheiden. Daran muss Rottweil bei aller bisherigen Zurückhaltung denken. Und jetzt selbst den Mut aufbringen, sich gemeinsam für eine Gemeinschaftsschule stark zu machen."

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