Kreis Rottweil - Nur gute Taten brachte die vergangene "Wünsch dir was"-Aktion mit sich: Zuerst wurden Kindern nicht kaufbare Wünsche erfüllt und dann wurde beschlossen, das übriggebliebene Geld an gemeinnützige Institutionen zu spenden.

Seit einigen Jahren veranstaltet der Schwarzwälder Bote in Kooperation mit der Kreissparkasse Rottweil die beliebte Aktion "Wünsch dir was", bei der den Kindern Wünsche erfüllt werden, die mit Geld nicht zu erwerben sind. So auch wieder im vergangenen Jahr. Und auch dieses Mal fand die Aktion großen Anklang: Insgesamt über 350 Wünsche wurden eingesendet, davon wurden acht verwirklicht.

So durften einige Kinder auf Kamelen durch den Schnee reiten, andere besuchten die Polizei und die Feuerwehr und erlebten dort spannende Dinge. Hinter die Kulissen der Wilhelma wurde geblickt und man besuchte die Handballer des Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten und sogar den Olympiasieger Michael Jung. Einige der Sprösslinge durften die Autobahnmeisterei in Zimmern besichtigen, und einige konnten sich auf der Burg Hohenzollern einen Tag lang als Prinzessin und Ritter fühlen und trafen dort als Höhepunkt sogar Sophie Prinzessin von Preußen.

Und obwohl die Aktion schon vorbei ist, sorgte sie noch einmal für ein Lächeln auf den Gesichtern einiger Menschen. Denn das für die "Wünsch dir was"-Aktion eingeplante Geld war nicht vollständig benötigt worden, weshalb sich die Kreissparkasse und der Schwarzwälder Bote dazu entschlossen, jeweils 500 Euro an den Kinderschutzbund und an "Frauen helfen und Frauen + Auswege" zu spenden.

Gudrun Spreter und Bettina Steilner vom Kinderschutzbund Rottweil freuten sich über die 500 Euro, die sie gespendet bekamen. Der Ortsverband, der dem bundesweiten Deutschen Kinderschutzbund angehört, bietet Beratungs- und Elternkursange­- bote, betreuten Umgang, Freizeiteinrichtungen und schulische Angebote. "Wir sind sehr dankbar für dieses Geld", sagte die Vorsitzende Bettina Steilner. Es werde immer schwieriger, Spenden zu bekommen, weshalb man sich über jede sehr freue.

Ähnlich ergeht es da Hanne Blust und Karin Weise vom Verein "Frauen helfen Frauen + Auswege", der Mädchen und Frauen in Notsituationen und schwierigen Lebenslagen Hilfe und Beratung bietet. Auch ihnen kommt die Spende der Kreissparkasse und des Schwarzwälder Boten gelegen, wird es doch auch bei ihnen immer schwieriger, an genügend Geld zu gelangen. "Es ist sehr nett, dass man sich dazu entschlossen hat, das übriggebliebene Geld zu spenden", bedankte sich Hanne Blust.

Übrigens: In diesem Jahr wird die Aktion vor Weihnachten wieder fortgesetzt.