Rat stellt Weichen für Werkrealschule

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Für die Hauptschule in Göllsdorf hat der Kultur-, Sozial- und Verwaltungsausschuss des Gemeinderats gestern Abend den Anfang vom Ende eingeläutet. Foto: Schmidt Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Patrick Nädele

Rottweil. Für die Einführung der Werkrealschule in Rottweil hat gestern Abend der Kultur-, Sozial- und Verwaltungsausschuss des Gemeinderats die Weichen gestellt. Die Hauptschulen werden dabei zu einer Werkrealschule an der Konrad-Witz-Schule zusammengeführt.

Nicht nur für die Hauptschule in Göllsdorf bedeutet die Entscheidung den Anfang vom Ende. Auch an der Römerschule und der Johanniterschule werden die Hauptschulen aufgelöst – zugunsten der Konzentration in einer Werkrealschule, die schulorganisatorisch an der Konrad-Witz-Schule (KWS) entsteht. Dadurch freiwerdende Unterrichtsräume an der Johanniterschule werden von der KWS aus mitgenutzt – quasi als Außenstelle. KWS und Römerschule behalten dabei zweizügige, die Johanniterschule einzügige Grundschulen. Und auch sonst gilt: Kurze Füße, kurze Wege – es wird also kein Grundschulstandort aufgelöst.

Heide Friederichs und Bernhard Pahlmann (beide FFR/PRoFI) lehnten die Einführung der Werkrealschule aus Bedenken gegen die Schulform ab. Claudia Wankmüller und Gerhard Aden (beide FDP) stimmten gegen den Vorschlag der Verwaltung, da sie für die Umsetzung eine andere Variante bevorzugen, bei der die Johanniterschule zwei Kooperationsklassen übernimmt.

In mehreren Sitzungen am runden Tisch mit Vertretern der Schulen, des Schulamts, der Eltern, der Fraktionen und der Verwaltung waren insgesamt neun Varianten ausgearbeitet und diskutiert worden, wie Bürgermeister Werner Guhl rückblickend zusammenfasste. An der grundsätzlichen Entscheidung für die Einführung der Werkrealschule, die zunächst nochmals auf Eis gelegt worden war, rüttelten CDU, FWV, SPD und FDP nicht mehr. Und fast ebenso einheitlich fiel die Wahl auf die Variante 4.

"Es steht nicht irgendein Modell, eine Schule oder Schulleitung im Vordergrund", meinte Winfried Wössner (SPD), "sondern es ist die Frage, was das Beste für die Schüler ist" – eine zweizügige Werkrealschule sein. Das sahen auch die Vertreter anderer Fraktionen so. Für Walter Stegmann (FWV) wie für Günter Posselt (CDU) stellte sich die Frage, "ob wir es uns als Schulstadt erlauben können, auf eine Werkrealschule zu verzichten." Für die optimale Lösung mit Neubau, das brauchten Aden und Sibylle Schumacher (CDU) gar nicht mehr betonen, fehlt das Geld.

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